Der Hamburger SV ist zurück in der Bundesliga – und die erste Saison nach dem lang ersehnten Aufstieg hat sich nicht nur sportlich ausgezahlt. Auch auf dem Transfermarkt steigt der Wert vieler HSV-Profis deutlich an. Die aktuelle Marktwert-Anpassung von Transfermarkt zeigt vor allem eines: Der Kader der Rothosen hat an Qualität und Attraktivität gewonnen. Neben den vielfach besprochenen Stars Luka Vuskovic und Fabio Vieira stehen besonders fünf Spieler dabei sinnbildlich für die positive Entwicklung.
Capaldo träumt weiter von der WM
Den größten Sprung in absoluten Zahlen macht Nicolás Capaldo. Der Argentinier steigert seinen Marktwert um drei Millionen Euro und wird nun mit acht Millionen Euro bewertet. Damit gehört der Allrounder zu den großen Gewinnern der Neubewertung.
Für den 27-Jährigen könnte der Sommer sogar noch eine weitere Krönung bereithalten. Capaldo befindet sich im erweiterten Kader der argentinischen Nationalmannschaft und darf weiter auf die Teilnahme an der Weltmeisterschaft hoffen. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Innenverteidiger Leo Balerdi ist ein Platz im endgültigen Aufgebot frei geworden. Sollte Capaldo tatsächlich das WM-Ticket lösen, dürfte sein Marktwert künftig noch weiter steigen. Die aktuelle Entwicklung zeigt bereits, welchen Stellenwert er sich in Hamburg erarbeitet hat.
Remberg bestätigt seinen starken Wechsel vom Fördeufer an die Elbe
Auch Nicolai Remberg zählt zu den Gewinnern der HSV-Saison. Der ehemalige Holstein-Kiel-Profi wechselte erst im vergangenen Sommer nach Hamburg und hat seinen Marktwert inzwischen von sieben auf neun Millionen Euro gesteigert.
Der 25-Jährige hat sich nach seinem Wechsel aus Kiel schnell an das Bundesliga-Niveau angepasst und gehört mittlerweile zu den wertvollsten deutschen Mittelfeldspielern im HSV-Kader. Für die Verantwortlichen bestätigt die Entwicklung, dass die Verpflichtung des früheren Störche-Akteurs ein Volltreffer war.
Sambi Lokonga wird zum wertvollsten HSV-Profi
An die Spitze der aktuellen HSV-Marktwerte setzt sich Albert Sambi Lokonga. Der belgische Mittelfeldspieler steigert seinen Marktwert von zehn auf zwölf Millionen Euro und ist damit derzeit der wertvollste Profi, der auch in der kommenden Saison beim HSV unter Vertrag steht. Der frühere Arsenal-Spieler brachte internationale Erfahrung mit nach Hamburg und entwickelte sich schnell zu einem wichtigen Baustein im Zentrum. Seine starke Bundesliga-Saison wird nun auch von den Marktwert-Experten honoriert.
Baldé steht für die Zukunft des HSV
Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung von Fabio Baldé. Das Eigengewächs steigert seinen Marktwert innerhalb kurzer Zeit von drei auf fünf Millionen Euro und zählt damit zu den größten Gewinnern unter den Nachwuchsspielern des Vereins. Der Flügelspieler gilt seit Jahren als eines der größten Talente im HSV-Nachwuchs. Die aktuelle Bewertung zeigt, dass der Verein auch künftig auf eigene Spieler bauen kann und nicht ausschließlich auf teure Transfers angewiesen ist.
Stange fährt zur U19-EM – und sein Marktwert explodiert
Einen ähnlich beeindruckenden Aufstieg erlebt Otto Stange. Der erst 19 Jahre alte Angreifer steigert seinen Marktwert von 2,5 auf vier Millionen Euro und wird zudem für die deutsche U19-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in Wales auflaufen. Dort wurde er gemeinsam mit Moritz Reimers, der gerade vom HSV zu Holstein Kiel gewechselt ist, von DFB-Trainer Christian Wörns nominiert.
Für den HSV ist das ein weiteres Zeichen dafür, dass die Nachwuchsarbeit Früchte trägt. Internationale Turniere bieten jungen Spielern regelmäßig die Möglichkeit, sich auf großer Bühne zu präsentieren – und den eigenen Marktwert weiter zu steigern.
Bundesliga-Rückkehr macht sich bezahlt
Die aktuelle Marktwertentwicklung zeigt deutlich, wie sehr der HSV von seiner ersten Bundesliga-Saison nach Jahren der Zweitklassigkeit profitiert hat. Während Spieler wie Capaldo, Remberg und Sambi Lokonga inzwischen zu den wertvollsten Akteuren im Kader gehören, schiebt mit Baldé und Stange bereits die nächste Generation nach.
Für die Hamburger ist das eine erfreuliche Entwicklung. Denn steigende Marktwerte sind nicht nur ein Zeichen sportlicher Qualität, sondern erhöhen auch die wirtschaftliche Stabilität des Vereins. Nach Jahren des Wartens scheint der HSV inzwischen wieder dort angekommen zu sein, wo er sich selbst sieht: im Kreis der etablierten Bundesligisten.
Artikel und Bild: Ole Jacobsen.
