Holstein Kiel steckt mitten im Trainingslager in Maria Alm – und Jonas Meffert fühlt sich in Österreich sichtlich wohl. Im vereinseigenen Trainingslager-Magazin sprach der Mittelfeldspieler über die mental anstrengende vergangene Saison, die Integration der zahlreichen Neuzugänge und die Ziele der Störche für die kommenden Wochen.
Mentale Erholung nach einer besonderen Saison
Für Meffert war die Sommerpause nach der vergangenen Spielzeit dringend notwendig. Die Saison habe ihn mental mehr gefordert als viele andere zuvor. Umso wichtiger sei es gewesen, im Urlaub abzuschalten und Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen. Mallorca, Madrid und Griechenland standen dabei unter anderem auf dem Reiseplan des Mittelfeldspielers. Nun freue er sich aber wieder darauf, mit der Mannschaft auf dem Platz zu stehen und hart zu arbeiten.
Trainingslager stärkt den Teamgeist
Besonders das abgeschiedene Trainingslager in Maria Alm sieht Meffert als großen Vorteil. Die Mannschaft verbringe nahezu rund um die Uhr Zeit miteinander, was vor allem den zahlreichen Neuzugängen zugutekomme. Das gemeinsame Essen, Gespräche am Tisch oder auch eine Runde Tischtennis würden den Teamgeist stärken.
Der Mittelfeldspieler betont, dass sich die neuen Spieler schnell wohlfühlen würden. Dabei erinnert er sich auch an seine eigene Situation vor einem halben Jahr zurück, als er selbst neu zur Mannschaft gestoßen war. Nun wolle er den neuen Spielern genau das Gefühl vermitteln, das er damals selbst erhalten habe.
Lob für die jungen Talente
Auch die beiden Nachwuchsspieler aus der eigenen Jugend, die mit ins Trainingslager gereist sind, hinterlassen bei Meffert einen positiven Eindruck. Die jungen Spieler hätten bereits mutige Aktionen gezeigt und würden die Gelegenheit nutzen, um sich im Profi-Kader zu präsentieren. Für Meffert ist es zudem ein wichtiges Signal, dass eigene Talente die Chance erhalten, sich im Trainingslager zu beweisen.
Mit Sebastian Schonlau auf dem Zimmer
Eine kleine Überraschung verriet der Mittelfeldspieler ebenfalls. Sein Zimmerpartner im Trainingslager ist Neuzugang Sebastian Schonlau. Eigentlich sei er bislang meist mit Steven Skrzybski untergebracht gewesen, scherzte Meffert, doch der habe sich offenbar das bessere Zimmer gesichert.
Überhaupt schwärmt der 31-Jährige von den Bedingungen vor Ort. Der Trainingsplatz, das Essen und die Ruhe in den Bergen würden optimale Voraussetzungen bieten, um sich auf die kommende Saison vorzubereiten. Trotzdem macht Meffert keinen Hehl daraus, dass er persönlich eher das Meer als die Berge bevorzugt.
„Nicht zu viel reden“
Bei aller Vorfreude auf die Vorbereitung und die anstehenden Testspiele möchte Jonas Meffert den Fokus allerdings klar auf das Wesentliche richten. Für ihn zählen am Ende nicht die schönen Worte im Trainingslager, sondern die Leistungen in der Saison.
Zum Abschluss richtete er daher auch eine Botschaft an die Holstein-Fans: „Wir wollen hart arbeiten, nicht zu viel reden. Wir wollen einfach zeigen, wie gut wir sind.“ Bereits zum Zweitliga-Auftakt in Darmstadt wollen die Störche die ersten Punkte der neuen Saison einfahren, ehe die Mannschaft sich auf die ersten Heimspiele vor den eigenen Fans freut.
Artikel und Bild: Ole Jacobsen.

