Madsen fordert den Sieg: „Wir wollen zeigen, dass wir da unten nicht hingehören“

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Noah Madsen werden wir sicherlich auch am Sonntag in der Startelf von Tim Walter im Holstein-Stadion sehen

Nach dem Achtungserfolg gegen Tabellenführer Hertha BSC wartet mit Dynamo Dresden ein ganz anderes Spiel auf die weiterhin sieglose KSV. Innenverteidiger Noah Madsen macht vor dem Duell deutlich: Mit einem weiteren ordentlichen Auftritt allein wollen sich die Kieler nicht zufriedengeben.

Das 0:0 gegen Hertha BSC hat Holstein Kiel zumindest etwas Luft verschafft. Als erste Mannschaft in dieser Saison nahm die KSV dem bis dahin makellosen Tabellenführer Punkte ab.

Für Noah Madsen war das ein Erfolg – allerdings keiner, auf dem sich Holstein lange ausruhen kann. „Natürlich sind wir zufrieden mit einem Punkt gegen die Nummer eins. Wir sind die Ersten, die ihnen Punkte abgenommen haben. Das ist sehr positiv“, sagte der Innenverteidiger nach dem öffentlichen Training. Gleichzeitig habe Holstein gerade in der ersten Hälfte durchaus Möglichkeiten gehabt, noch mehr aus der Partie mitzunehmen. Nun richtet sich der Blick auf Dynamo Dresden.

„Wir müssen gewinnen“

Und Madsen formuliert vor dem nächsten Heimspiel einen deutlich höheren Anspruch. Auf die Frage, wie wichtig ein Sieg gegen einen Konkurrenten aus dem unteren Tabellenbereich sei, antwortete der Däne: „Wir müssen gewinnen. Dieses Spiel, das nächste, das nächste und das nächste. Jedes Spiel.“

Dass Holstein weiterhin ganz unten in der Tabelle steht, blendet auch der 25-Jährige nicht aus. „Wir wollen zeigen, dass wir dort nicht hingehören. Wir wollen weiter oben stehen. Wir haben eine Mannschaft, die weiter oben in der Tabelle stehen kann.“ Gleichzeitig versucht Madsen, die derzeitige Situation nicht größer werden zu lassen, als sie für die tägliche Arbeit sein muss. „Wir versuchen, uns nicht zu sehr darauf zu konzentrieren. Jetzt geht es um das nächste Spiel.“ Seine Überzeugung: „Wenn wir unsere Dinge so spielen, wie wir es können, werden wir bald Punkte holen und in der Tabelle weiter nach oben kommen.“

Kompakter gegen Hertha – und Madsen mittendrin

Interessant war gegen Hertha auch die veränderte Spielweise. Holstein agierte phasenweise tiefer und kompakter als zuvor. Madsen bestätigte diesen Eindruck. „Es gab einige Phasen, in denen wir defensiver waren, besonders in der zweiten Halbzeit. Wir wurden etwas zurückgedrängt. Das gehört manchmal zum Spiel. Ich denke, wir haben gut verteidigt.“ Madsen selbst stand zuletzt dreimal in Folge in der Anfangsformation und scheint sich zunehmend in der Kieler Defensive festzuspielen. „Ich bin sehr glücklich, dass ich spiele. Ich bin glücklich, dass der Trainer an mich glaubt. Jetzt muss ich weitermachen und mich weiter verbessern.“

Besonders die erste Hälfte gegen Hertha an der Seite des erfahrenen Sebastian Schonlau hinterließ Eindruck. „Bascho kennt dieses System schon sehr lange und ist sehr gut. Ich habe schon viel von ihm gelernt. Er redet viel mit mir und hat die Erfahrung. Es war schön, mit ihm zu spielen.“ Ob Schonlau gegen Dresden wieder zur Verfügung steht, wollte und konnte Madsen nicht beurteilen. Beim öffentlichen Training am Mittwoch fehlte der Innenverteidiger.

Für Madsen selbst spielt ohnehin vor allem eine Sache eine Rolle: endlich Ergebnisse zu liefern. Gegen den Tabellenführer war das 0:0 ein Erfolg. Gegen Dresden soll daraus nun mehr werden.

Artikel und Bild: Ole Jacobsen.

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