Der Oldenburger SV gehört zu den positiven Überraschungen der Rückrunde in der Oberliga Schleswig-Holstein. Mit einem starken Start ins Jahr 2026 verschaffte sich das Team von Trainer Florian Stahl früh ein wichtiges Punktepolster im Abstiegskampf. Doch zuletzt wurde es wieder enger – Grund zur Nervosität? Für Stahl ganz klar nicht.
Starker Start dank Vorbereitung und Teamgeist
Die Basis für den erfolgreichen Jahresbeginn wurde schon im Winter gelegt. Ein Trainingslager in Dänemark erwies sich als entscheidender Faktor. „Wir konnten dort sechsmal trainieren und uns richtig gut vorbereiten, während viele andere Teams kaum Möglichkeiten hatten“, erklärt Stahl.
Dazu kam eine positive Stimmung innerhalb der Mannschaft: „Wir sind enger zusammengerückt – das hat man dann auch auf dem Platz gesehen.“ Die Folge: wichtige Siege und ein komfortableres Polster im Tabellenkeller.
Highlight gegen den Spitzenreiter
Besonders herausragend war der überraschende Sieg gegen Tabellenführer SV Todesfelde. „Da hat unglaublich viel zusammengepasst. Wir haben auch vorher schon gegen Topteams gute Spiele gemacht, uns aber oft nicht belohnt“, so Stahl. Dieser Erfolg sei ein Schlüssel gewesen – auch mental.
Englische Wochen und dünner Kader als Problem
Doch die Belastung hinterließ Spuren. Mehrere Spiele innerhalb kurzer Zeit forderten ihren Tribut. „Wir hatten fünf Spiele in 13 Tagen und einen sehr kleinen Kader. Das hat man irgendwann gemerkt“, sagt Stahl. Gerade in Spielen wie gegen Inter Türkspor Kiel oder Eutin 08 fehlte am Ende die Kraft – und teilweise auch das nötige Spielglück.
Keine Nervosität trotz enger Tabelle
Trotz zuletzt verpasster Siege bleibt der Coach gelassen. „Wir werden absolut nicht nervös. Die Jungs sind geerdet und wissen, was wir leisten müssen.“ Rechenspiele will Stahl bewusst vermeiden. Die Marschroute ist klar: „Wenn wir aus den letzten sechs Spielen zwei gewinnen, sieht das sehr gut aus mit dem Klassenerhalt.“
Personalsorgen – aber auch Hoffnungsträger
Personell bleibt die Lage angespannt. Verletzungen und Krankheiten sorgen aktuell für Fragezeichen. Immerhin gibt es auch positive Nachrichten: Marvin Freund feierte nach langer Kreuzbandverletzung sein Startelf-Debüt, und Torjäger Freddy Kaps wird am Wochenende wieder zur Verfügung stehen.
Fokus auf Klassenerhalt – und Pokalfinale
Neben der Liga hat der Oldenburger SV noch ein weiteres großes Ziel vor Augen: das Pokalfinale am 23. Mai. „Wenn wir die Klasse halten und das Finale gewinnen, haben wir unsere beiden Ziele erreicht“, stellt Stahl klar.
Fazit
Der Oldenburger SV hat sich in eine gute Ausgangsposition gebracht – auch wenn es zuletzt etwas holpriger lief. Mit klarem Fokus, realistischer Einschätzung und einer gefestigten Mannschaft geht das Team von Florian Stahl in die entscheidenden Wochen.
Artikel und Bild: Ole Jacobsen.
