Die Oberliga Schleswig-Holstein zeigt sich in dieser Saison extrem ausgeglichen – das bekam auch der TuS Rotenhof in der Hinrunde zu spüren. Trainer Henning Knuth bringt es auf den Punkt: Jede Mannschaft sei in der Lage, „kleinste Schwächephasen des Gegners gnadenlos zu bestrafen“. Entsprechend hoch sei der Anspruch, jedes Wochenende ans Maximum zu kommen. Genau das mache aber auch den Reiz dieser Liga aus.
Starker Start, bittere Lektionen
Sportlich begann die Saison für den TuS vielversprechend. Siege und Punktgewinne gegen etablierte Teams wie TSV Nordmark Satrup, FC Kilia Kiel oder SV Eichede unterstrichen, dass die im Sommer eingeführten neuen Prinzipien schnell griffen.
Doch gegen absolute Spitzenteams wie den Heider SV und Tabellenführer SV Todesfelde folgten späte Rückschläge. Statt möglicher Erfolgserlebnisse standen am Ende zwei knappe Niederlagen. „Aus einer breiten Brust wurden hängende Köpfe“, beschreibt Knuth diese Phase offen. Der Tiefpunkt folgte wenig später mit der deutlichen Niederlage gegen den MTSV Hohenwestedt. Rückblickend war diese Phase dennoch lehrreich: „In dieser Zeit habe ich wahrscheinlich noch nie so viel gelernt wie zuvor“, sagt der erst 28-jährige Coach.
Reaktion gezeigt – Punkte geholt
Die Antwort des Teams folgte auf dem Platz. Rotenhof vereinfachte seine Spielweise, agierte disziplinierter und pragmatischer. Das Resultat: Aus vier der letzten fünf Spiele nahm der TuS Zählbares mit. Besonders die Auftritte bei Holstein Kiel II und beim VfR Neumünster unterstrichen die neu gewonnene Stabilität. Knuth spricht von „cleveren und disziplinierten Leistungen“, auf die man aufbauen wolle.
Heimspiele als Trumpf
Der Blick auf die Rückrunde ist klar definiert. Oberstes Ziel bleibt der Klassenerhalt. Dabei kommt Rotenhof ein entscheidender Faktor entgegen: Neun der verbleibenden 13 Partien finden an der Fockbeker Chaussee statt. „Wir wollen unsere Heimbilanz verbessern und gemeinsam mit dem Umfeld alles rausholen, was möglich ist“, so Knuth. Zusätzlich hat der TuS den Kreispokal fest im Blick – dort soll der Weg möglichst mit einem Titel gekrönt werden.
Kader, Trainerteam und Vorfreude
Personell gibt es zur Rückrunde einen Abgang: Melvin Bolleininger hat den Verein in Richtung TSV Kosel verlassen. Auf der anderen Seite darf sich Rotenhof über wichtige Rückkehrer freuen. Mit Cedric Nielsen, Jan Pioch, Tobias Quincke, Torwart Justin Sörensen und Lennard Hansen kehren mehrere Spieler zurück, die dem Kader zusätzliche Qualität und Tiefe verleihen.
Auch im Trainerteam hat sich etwas getan. Mit Maxi Petersen wurde der Stab verstärkt, gemeinsam mit Michael Bauer sieht Knuth sein Team nun sehr gut aufgestellt. „Die Jungs wollen sich weiterentwickeln – das macht einfach Bock“, sagt der Trainer und blickt mit spürbarer Vorfreude auf die kommenden Monate.
Artikel und Bild: Ole Jacobsen.
