WM-Umfrage Teil 3: Erste Favoriten wackeln – und heute blickt ganz Schleswig-Holstein auf Deutschland

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Heute startet Deutschland in die WM 2026 - und ist natürlich auch Thema der NordKick Umfrage

WM-Spezial (Teil 3): Brasilien patzt zum Auftakt, die Türkei erlebt einen Fehlstart – Amateurfußballer aus Schleswig-Holstein erwarten heute einen klaren Sieg der DFB-Elf gegen Curaçao.

Die Weltmeisterschaft nimmt langsam Fahrt auf – und schon am dritten Turniertag gibt es die ersten kleineren Überraschungen. Während Gastgeber Mexiko mit einem Unentschieden und die USA mit einem deutlichen Sieg ins Turnier gestartet sind, mussten einige Mitfavoriten bereits Federn lassen.

Besonders das 1:1 von Brasilien gegen Marokko sorgte für Aufmerksamkeit. Die Nordafrikaner erwischten einen starken Start, gingen verdient in Führung und verlangten dem Rekordweltmeister alles ab. Brasilien steigerte sich zwar im Verlauf der Partie deutlich und übernahm zunehmend die Kontrolle, mehr als der Ausgleich sprang jedoch nicht heraus.

Für die nächste Überraschung sorgte Australien. Die Socceroos besiegten die hoch eingeschätzte Türkei mit 2:0 und präsentierten sich vor dem Tor gnadenlos effektiv. Gerade die Türkei war in der NordKick-Umfrage von mehreren Experten als möglicher Geheimfavorit oder Überraschungsteam genannt worden. Auch die Schweiz kam gegen Katar nicht über ein 1:1 hinaus, während Schottland durch ein 1:0 gegen Haiti die ersten drei Punkte einfuhr.

Deutschland startet heute ins Turnier

Nun richtet sich der Blick auf den heutigen Abend. Um 19 Uhr deutscher Zeit startet die deutsche Nationalmannschaft gegen Curaçao in die WM. Alles andere als ein deutlicher Sieg der Mannschaft von Julian Nagelsmann wäre dabei eine Überraschung. Dennoch mahnen viele Experten zur Vorsicht. Gerade bei dieser auf 48 Teams erweiterten Weltmeisterschaft wollen sich die vermeintlichen Außenseiter auf der größten Bühne präsentieren. In der großen NordKick-Umfrage trauen viele Vertreter des schleswig-holsteinischen Fußballs der DFB-Auswahl durchaus einiges zu.

Zwischen Achtelfinale und Titeltraum

Die Prognosen reichen allerdings weit auseinander. Während Dennis Polenkowski (Fußballobmann UT Kiel), André Jeschkeit (Holstein Women), Heiko Dukats-Jadwizak (SpVg Eidertal Molfsee) oder Bülent Seker Deutschland bereits im Achtel- beziehungsweise Viertelfinale scheitern sehen, glauben andere an einen deutlich längeren Turnierverlauf.

Fin Bartels geht sogar davon aus, dass Deutschland „bis zum Pott“ marschiert. Auch Axel Junker vom SV Preußen Reinfeld sieht die Nationalmannschaft als Titelkandidaten. „Die Mischung aus Kreativität, Erfahrung und Unbekümmertheit stimmt“, begründet der Reinfelder Trainer seinen Optimismus. Dr. Tim Cassel, Geschäftsführer des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes, traut der DFB-Elf ebenfalls Großes zu: „Wenn sie das nötige Glück haben, glaube ich, dass unsere Jungs das Zeug zum Titel haben.“

Viele weitere Befragte sehen Deutschland zumindest im Halbfinale. Dazu zählen unter anderem Danny Cornelius (VfR Neumünster), Marcel Schwantes (TSV Russee), Dennis Buthmann (PSV Neumünster), Markus Wichmann (Heider SV) oder Dimitrijus Guscinas.

Kimmich, Musiala und die neue Generation

Spannend ist auch, auf welche deutschen Spieler die Befragten besonders achten. Matthias Schnoor vom VfR Laboe nennt Joshua Kimmich als Schlüsselspieler: „Er brennt für alles. Ich finde es spannend, wie er der Rolle als Kapitän bei der WM gerecht wird.“ Thomas Weltrowski vom TSV Gadeland richtet seinen Blick dagegen auf Manuel Neuer: „Ein 40-Jähriger auf absolutem Weltniveau.“ Andere wiederum hoffen, dass Jamal Musiala zum Unterschiedsspieler wird und Deutschland durch seine Kreativität den entscheidenden Impuls geben kann.

Die große Frage: Wie stark ist Deutschland wirklich?

Genau diese Frage dürfte heute erstmals beantwortet werden. Nach den zuletzt ordentlichen Auftritten unter Julian Nagelsmann herrscht wieder mehr Zuversicht rund um die Nationalmannschaft. Gleichzeitig fehlen einigen Beobachtern weiterhin die großen Führungspersönlichkeiten vergangener Jahre.

Markus Wichmann vom Heider SV formuliert es so: „Viele sehr gute junge Spieler sind dabei. Allerdings fehlt es an Achsen wie bei der letzten gewonnenen WM.“ Die Partie gegen Curaçao dürfte daher ein erster Fingerzeig werden, ob Deutschland tatsächlich das Zeug hat, in diesem Turnier ganz vorne mitzuspielen.

Morgen bei NordKick

Im vierten Teil unserer großen WM-Serie wird es international: Welche Nationen sehen Schleswig-Holsteins Fußballer als kommende Weltmeister? Warum dominieren Spanien und Frankreich die Tipps? Und welche Außenseiter werden besonders häufig genannt?

Außerdem werfen wir einen Blick auf die Spieler, auf die sich die Amateurfußball-Szene zwischen Nordsee und Ostsee am meisten freut – von Lamine Yamal über Pedri bis Cristiano Ronaldo.

Artikel und Bild: Ole Jacobsen.

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