Der VfB Lübeck steht kurz vor dem Start in die Vorbereitung auf die neue Regionalliga-Saison vor einer überraschenden Veränderung auf der Trainerbank. Cheftrainer Guerino Capretti und Co-Trainer Pierre Becken haben den Verein verlassen. Wie die Grün-Weißen am Donnerstag mitteilten, wurden die ursprünglich noch bis 2027 laufenden Verträge beider Trainer einvernehmlich aufgelöst.
Nach Angaben des Vereins waren Capretti und Becken vor dem Amtsantritt der neuen Sportvorstände Hanno Behrens und Romain Brégerie an die Verantwortlichen herangetreten und hatten um eine Vertragsauflösung gebeten. Der VfB entsprach diesem Wunsch, sodass die Zusammenarbeit nun offiziell beendet ist.
Zwei intensive Jahre an der Lohmühle
Guerino Capretti hatte das Traineramt im Sommer 2024 übernommen und die Regionalliga-Mannschaft in den vergangenen beiden Spielzeiten betreut. Gemeinsam mit seinem Assistenten Pierre Becken prägte er den sportlichen Weg des Traditionsvereins maßgeblich mit. Becken gehörte seit Sommer 2024 dem Trainerstab an. Nachdem er zunächst als Co-Trainer tätig war, lief er gegen Ende seiner ersten Saison sogar noch selbst für den VfB auf, ehe ihn eine schwere Verletzung in seinem zweiten Jahr ausbremste. Der Verein bedankt sich ausdrücklich für die geleistete Arbeit und die Identifikation mit dem VfB Lübeck.
Behrens: „Brauchen ein Trainerteam, das 100 Prozent für den VfB brennt“
Für die neue sportliche Führung beginnt nun die Suche nach einem Nachfolger. Sportvorstand Hanno Behrens machte in einer Pressemitteilung deutlich, dass die Entscheidung zwar respektiert werde, der Blick nun aber konsequent nach vorne gerichtet sei. „Wir danken Guerino und Pierre für zwei intensive Jahre, für ihre verlässliche Arbeit und ihre Identifikation mit dem VfB – und wir respektieren ihre Entscheidung ausdrücklich“, erklärte Behrens. Gleichzeitig betonte er, dass der Verein klare Vorstellungen für die zukünftige Ausrichtung habe: „Wir haben eine genaue Vorstellung davon, wie wir Mannschaft und sportlichen Bereich weiterentwickeln wollen, und dafür brauchen wir ein Trainerteam, das 100 Prozent für den VfB brennt.“
Wer künftig an der Seitenlinie stehen wird, ist derzeit noch offen. Laut Verein laufen die Gespräche bereits. Die Zusammenstellung des neuen Trainerteams liegt in den Händen von Behrens und Brégerie.
Capretti verabschiedet sich mit Dankesworten
Auch Guerino Capretti blickt in der Pressemitteilung trotz des überraschenden Abschieds positiv auf seine Zeit an der Lohmühle zurück. „Wir möchten uns als Trainerteam für zwei intensive und ereignisreiche Jahre beim VfB Lübeck bedanken“, erklärte der 44-Jährige. Sein besonderer Dank gelte den Fans, den Verantwortlichen sowie allen Mitarbeitern des Vereins. „Wir blicken dankbar auf die gemeinsame Zeit zurück und wünschen dem VfB Lübeck für die Zukunft sportlich wie wirtschaftlich nur das Beste.“
Damit endet ein weiteres Kapitel in einer bewegten Phase des VfB Lübeck. Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die wichtigste offene Personalie des Sommers: Wer übernimmt die Mannschaft zur Saison 2026/27?
Artikel und Bild: Ole Jacobsen.
