Karim Youssef im Interview

Karim Youssef im ausführlichen NordKick-Interview

Unter der Woche legte der beliebte Trainer der Probsteier SG, Karim Youssef, nach sieben Jahren Vereinstreue sein Amt mit sofortiger Wirkung nieder. Ich habe daraufhin gestern ein 45-minütiges Telefonat mit Karim geführt und möchte die wichtigsten Inhalte hier einmal in Interviewform für euch zusammenfassen. Karim und ich standen uns schon seit knapp zwanzig Jahren als Kontrahenten gegenüber und daher ist es für mich ein besonderes Anliegen euch diesen tollen Menschen einmal etwas näher zu bringen. Auch ich durfte Karim in diesem langen Telefonat noch einmal intensiver kennen lernen, als ich ihn bisher kannte und bedanke mich beim ihm für ein ausgesprochen sympathisches Gespräch. Im Anschluss stelle ich auch noch das offizielle Statement der PSG online, das mir freundlicherweise vom Ligaobmann Uli Schröder gesendet wurde.

NordKick: Hallo Karim, ist es wahr, dass du aus beruflichen und familiären Gründen aufgehört hast, oder spielen da noch andere Aspekte rein?

Karim Youssef: Hallo Ole, meine berufliche Situation ließ leider keine andere Möglichkeit zu. Ich bin ein Mensch, der eine Aufgabe entweder zu 100 Prozent ausführt oder gar nicht. Ich musste in den letzten Monaten so viel Zeit in die Arbeit investieren, dass ich meinen Trainerjob gar nicht mehr mit so viel Leidenschaft ausfüllen konnte, wie ich es normalerweise von mir gewohnt bin. Ich muss aktuell auch immer samstags arbeiten, so dass ich Anstoßzeiten wie 13 oder 14 Uhr gar nicht realisieren kann. Ich komme dann völlig abgehetzt beim Spiel an und kann mich überhaupt nicht vollständig darauf konzentrieren.

NordKick: Ihr habt letztes Spiel drei Zähler am grünen Tisch verloren, weil ihr einen eingesetzten Spieler nicht auf dem Spielbericht hattet. Wurde der schlichtweg von jemandem vergessen, oder wie konnte das passieren.

Karim Youssef: Der Spieler wurde nicht von irgendjemandem vergessen, sondern von mir. Ich bin alleine schuld an diesem Missgeschick. Das tut mir für den Verein so sehr leid. Der Spieler war die letzten beiden Partien nicht im Einsatz und ich habe schlichtweg vergessen ihn online im DFB.NET in die Aufstellung zu ziehen. Dieses Ereignis hat mir noch einmal gezeigt wie überlastet ich aktuell bin.

NordKick: Also war das der finale Auslöser für deinen Rücktritt?

Karim Youssef: Ich hätte sowieso Ende Oktober mein Amt an Flo (Florian Stahl) übergeben, das war mit dem Verein schon vor einigen Wochen besprochen worden. Aber nun musste ich einfach sofort die Reißleine ziehen.

NordKick: Für den Verein war also schon länger klar, dass du aufhören wirst?

Karim Youssef: Ja, ich habe rechtzeitig mit dem Verein gesprochen. Ich bin aber niemand, der einfach geht, die Tür hinter sich zu macht und dem dann alles egal ist. Ich wollte den Übergang sauber vorbereiten, so dass ich weiß, dass alles in gute Hände übergeben wird und ein sauberer Übergang möglich ist. Flo war schon lange mein Co-Trainer und er wird die Mannschaft in meinem Interesse und im Interesse des Vereines weiterführen. Ich vertraue ihm da voll und ganz.

NordKick: Nach meinen Informationen hast du im Sommer sogar ein Angebot vom Oberligisten Inter Türkspor Kiel sausen lassen. Hatte das auch mit deiner beruflichen Situation zu tun?

Karim Youssef: Ja genau. Es ehrt mich total eine Offerte aus der Oberliga zu bekommen und ich hätte da auch absolut Lust zu, aber meine berufliche Situation hat das einfach nicht zugelassen. Außerdem hatte ich auch schon frühzeitig bei der Probsteier SG für die kommende Saison zugesagt und ich breche mein Wort nicht, obwohl der Club sogar Verständnis für einen Wechsel gehabt hätte und mir keine Steine in den Weg gelegt hätte. Ole, für dich wie für mich gibt es noch Werte im Fußball, die eingehalten werden müssen. Da sind wir zwei uns sehr ähnlich. Ein Mann – ein Wort. Ich habe nie irgendwo einen Vertrag unterschrieben. Für mich zählen ein Handschlag und ein Wort noch was. Ich bin ein sehr loyaler Mensch, auch wenn das manchmal zu meinem eigenen Nachteil ist. Ich habe zum Beispiel auch nie Spieler von meinem Ex-Verein zu meinem neuen Verein mitgenommen. Das gehört sich aus meiner Sicht einfach nicht. Ich möchte mich jederzeit bei allen Clubs, für die ich tätig war, wieder sehen lassen können und möchte von jedem freundlich begrüßt werden. Das ist mir wichtiger als Geld oder Erfolg.

NordKick: Wie sieht es denn perspektivisch bei dir aus? Wird sich deine berufliche Situation mal wieder ändern oder hörst du nun komplett mit dem Fußball auf?

Karim Youssef: Ole, Fußball ist mein Leben. Ich war noch nie ohne Fußball. Das wird eine ganz neue Erfahrung für mich. Ich bin selbst total gespannt, ob ich die gewonnene Zeit mit der Familie genießen werde oder ob ich den Fußball zu sehr vermissen werde. Klar ist, dass ich bis März erst einmal beruflich weiterhin so eingespannt sein werde wie jetzt. Deshalb konnte ich ja leider auch bisher nie zu deiner Talkshow kommen. Das hätte ich sonst gerne auch mal gemacht. Ab März wird es bei mir wieder ruhiger werden und dann werde ich überlegen was ich machen möchte. Ob ich also ab Sommer wieder Trainer sein möchte oder nicht, kann ich dir zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantworten. Definitiv werde ich in dieser Saison nichts mehr machen.

NordKick: Karim, ich danke dir für diese tiefen Einblicke in dein Gefühlsleben. Möchtest du zum Abschluss des Interviews noch etwas los werden?

Karim Youssef: Ich möchte mich bei dem Verein Probsteier SG bedanken. Ich hatte dort sieben fantastische Jahre. Der Club hat mir stets das Vertrauen geschenkt und hat nie an mir gezweifelt, auch nicht, wenn es sportlich mal schlechter lief. Sie haben mich einfach machen lassen. Ich bin den handelnden Personen und den Spielern so dankbar für diese tolle Erfahrung. Ich wünsche Flo und dem ganzen Verein alles erdenklich Gute für die Zukunft und werde, wenn immer ich kann, am Rand stehen und mit fiebern.

NordKick Redaktion (30.09.2022)

 

Hier jetzt noch das offizielle Statement der Probsteier SG:

Unser langjähriger Trainer Karim Youssef informierte in dieser Woche die Verantwortlichen des
Vereins und die Mannschaft, dass er seine Trainertätigkeit beim Verein zum 01.10.2022 beenden
wird. Gründe dafür sind berufliche und zeitliche Umstände, die ihn zu diesem Schritt zwingen.
 
Schon lange versuchte Karim den Spagat zwischen seiner neuen beruflichen Situation, seiner
Familie und der Mannschaft unter einen Hut zu bringen. Der Gedanke ans Aufhören war schon
länger ein Thema. Aber die gute Zusammenarbeit mit der Mannschaft, den Verantwortlichen des
Vereins, den Sponsoren und den Fans ließen ihn weitermachen, in der Hoffnung auf eine
Entspannung seiner beruflichen Situation.
 
Aber nun zog Karim die Reißleine und entschied sich zu diesem Schritt, der ihm nicht leichtfiel. Alle
Beteiligten zeigten großes Verständnis und wünschen Karim für seine Zukunft die benötigte Ruhe
und Abstand.
 
Die Mannschaft und der Verein sind Karim zum großen Dank verpflichtet, da in seiner Trainerzeit
große Erfolge gefeiert werden konnten (Aufstieg, Hallenkreismeister etc.) Diese Kontinuität hat uns
in den letzten Jahren stark gemacht.
 
Ein neuer Cheftrainer ist aber schon mit dem regionalligaerfahrenen Florian Stahl gefunden. Der
langjährige Co-Trainer wird nun die Geschicke der Mannschaft leiten. Ihm zur Seite stehen die
beiden Co-Trainer Björn Zander (ehemaliger Spieler PSG 2012) und Peter Rosenfeld (derzeitiger
Teambetreuer). Komplettiert wird das Team durch den Torwarttrainer Denis Crone (ehem.
Oberligatorwart Oldenburger SV) und Physio Rolf Wolf (ehem. Physio Eutin 08)
Genügend Erfahrung bringt Flo auf jeden Fall mit. Seine Stationen als Spieler können sich sehen
lassen.
 
Der Verein ist Flo dankbar, dass er sich sofort bereit erklärte, diese Lücke zu schließen. Somit ist
die Zukunft der Mannschaft und des Vereins gesichert. Diese Lösung ist für alle Beteiligten ein
Glücksfall.
 
Ligaobmann
Uli Schröder

Jan Sell hier noch im Trikot des Heikendorfer SV

Interview mit Steins neuem Coach Jan Sell

Der TSV Stein hat mit Jan Sell einen neuen Trainer präsentiert. Seinen Einstieg hätte er ursprünglich am kommenden Samstag gegen den Wiker SV feiern sollen, doch diese Partie wurde auf den 31. Oktober verlegt. Nun darf Sell direkt gegen den Top-Favoriten SSG Rot-Schwarz Kiel am Tag der Deutschen Einheit debütieren. NordKick machte sich sofort auf den Weg, um mit Jan ein kurzes Interview zu führen:

NordKick: Hallo Jan, schön, dass du einen kurzen Moment für mich Zeit hast. Wie kam der Kontakt zum TSV Stein zu Stande und wie schnell war für dich klar, dass du es machen willst?

Jan Sell: Der Kontakt besteht seit meiner Zeit in Stein als Spieler. Vor der laufenden Saison saßen wir bereits zusammen, da hat es bei mir allerdings nicht gepasst. Da sich seit dem allerdings im privaten Bereich viel Positives getan hat, sind wir nun zusammengekommen.

NordKick: Mit welchem Saisonziel startest du das Projekt?

Jan Sell: Das Saisonziel kann nur der Nichtabstieg sein. Das ist auch die Vorstellung der Verantwortlichen. Da diese Saison bekanntlich vier Mannschaften absteigen, ist es daher notwendig schnellstmöglich wieder zu punkten.

NordKick: Hast du denn schon irgendwelche Sofortmaßnahmen ergriffen, die kurzfristige Veränderungen herbei führen sollen?

Jan Sell: Keine in Form von Neuzugängen. Wir werden kleine Veränderungen an verschiedenen Stellen vornehmen. In erster Linie ist die Mannschaft aber in der Pflicht zu zeigen, dass sie den Ernst der Lage verstanden hat. Das gilt für jedes Spiel aber auch für jedes Training.

NordKick: Jan, vielen Dank, dass du dir kurz Zeit genommen hast. Wir wünschen dir viel Erfolg und natürlich auch Spaß für deine neue Herausforderung.

NordKick Redaktion (28.09.2022)

Karim Youssef (li.) und Jan Sell (re.)

TSV Stein und Probsteier SG mit neuen Trainern

Direktes Duell am grünen Tisch entschieden

Das waren aufregende Tage bei der Probsteier SG 2012 und dem TSV Stein. Am vergangen Samstag trafen beide Vereine aufeinander. Die PSG gewann beim direkten Duell ihr Heimspiel deutlich mit 4:1, wechselte aber kurz vor dem Ende einen Spieler ein, der nicht auf dem Spielbericht eingetragen wurde. Dieses Vergehen blieb nicht unbemerkt und die Partie wurde vom Verband mit 0:5 für den TSV Stein gewertet. Der zu dem Zeitpunkt Co-Trainer der Probstei Florian Stahl warf daraufhin den Steinern öffentlich unsportliches Verhalten vor, da diese von ihrem Recht gebraucht machten und Protest einlegten. Stahl hatte versucht in einem Telefonat die Verantwortlichen des TSV Stein zu überreden ihren Widerspruch zurück zu ziehen. Der SHFV bestätigte aber, dass auch ohne einen Protest des TSV eine Umwertung des Ergebnisses erfolgt wäre.
Der TSV Stein hat somit nicht nur drei wichtige Punkte im Abstiegskampf hinzugewonnen, sondern konnte gestern mit Jan Sell einen neuen Cheftrainer präsentieren. Sell spielte lange Zeit für die TSG Conordia Schönkirchen und sammelte hier auch ein halbes Jahr Erfahrung als Trainer. Zuletzt kickte der Nationalspieler der dänischen Minderheit in der Landesliga für den Heikendorfer SV, ehe er im Sommer seine Schuhe aus gesundheitlichen Gründen an den Nagel hängte. Sein Co-Trainer wird Björn Strüven, mit dem Sell in Schönkirchen zusammen in der Oberliga auf dem Platz stand.
Überraschend gibt es auch bei der Probsteier SG einen Trainerwechsel. Nach den Querelen der vergangen Tagen hat der langjährige und beliebte Trainer Karim Youssef sein Amt mit sofortiger Wirkung nieder gelegt. Sein spielender Co-Trainer Florian Stahl wird seinen Posten übernehmen.
NordKick wird in Kürze wahrscheinlich weitere Details zu den neuen Personalien raus geben können.

NordKick Redaktion (28.09.2022)

Simon Kahnwald brachte sein Team auf die Siegerstraße

Packendes Verbandsligaspiel auf dem Auberg

In einer taktisch interessanten Verbandsligapartie zweier ambitionierter Mannschaften bezwingt der Wiker SV letztlich verdient den TSV Flintbek mit 3:1 (1:0). Beide Teams wirkten sehr organisiert, verfolgten aber einen völlig unterschiedlichen Plan. Während der WSV stets bemüht war die aktive Mannschaft zu sein, viel Ballbesitz zu haben und mit einem hohen Angriffspressing zu agieren, verschoben die Gäste diszipliniert in ihrer eigenen Hälfte und versuchten dem Gegner keine Räume anzubieten. Nach tiefen Ballgewinnen sollte schnell umgeschaltet und gekontert, aber zugleich auch flach raus gespielt werden. Die ersten Halbchancen gehörten aber den offensiven Wikern, die durch Andre Wittern in aussichtsreiche Positionen kamen. Die größte Chance der ersten zwanig Minuten verzeichneten allerdings die Gästen, als Premton Jasari (20.) von der Mittellinie einen Heber über den weit aufgerückten WSV-Keeper Justin Sörensen auf das Tornetz setzte. Nur wenig später nutzen die Mannen vom Auberg ihre Feldüberlegenheit aber aus. Einen toll herausgespielten Angriff über die rechte Seite drückte Simon Kahnwald (27.) aus fünf Metern über die Torlinie. Zehn Minuten vor der Pause hatte der Flintbeker Malik Ferhat (35.) den Ausgleich auf dem Fuß, doch er schob den Ball völlig freistehend knapp links am Tor vorbei. so ging es mit der Knappen 1:0 Führung des Wiker SV in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel wirkten die Flintbeker mit verändertem Spielsystem wie ausgewechselt und suchten ihr Heil in der Offensive. Nach einer Trippel-Chance im Strafraum verfehlte TSV-Kapitän Andreas Buessau (55.) per Kopfball das Gehäuse nur knapp. Nur eine Minute später verpasste Tim Luca Hartlep (56.) den Ausgleich und erneut eine Minute später zielte wiederum Buessau (57.) nicht genau genug. Die Flintbeker Bemühungen wurden doch noch belohnt. Lukas Dagga (61.) erzielte das zu diesem Zeitpunkt längst überfällige 1:1. Die Antwort der Platzherren ließ nur neun Minuten auf sich warten, als Andre Wittern (70.) mit einem herrlichen Volleytreffer in den Torwinkel seine Mannen erneut in Front brachte. Zehn Minuten später hielt Tjark Klarmann mit einer Glanzparade, wie man sie nicht schöner aufmalen kann, seine Flintbeker im Spiel, als er einen Schlenzer von Bennet von Roennen (80.) aus dem Torwinkel fischte. Die darauf folgende Ecke brachte dann allerdings die Entscheidung. Jonas Kessler (81.) nickte zum 3:1 Endstand ein.

NordKick Redaktion (25.09.2022)

“Mo” Hussein trifft in seinem ersten Herrenspiel

TSG mit Blitzstart gegen ersatzgeschwächte Altenholzer

Die TSG Concordia Schönkirchen erwischte einen Blitzstart gegen die ersatzgeschwächte Reserve des TSV Altenholz und überrollte diese nahezu. Bereits nach knapp zwanzig Minuten führten die Platzherren durch Tore von Luca Senger (1.), Paul Kraatz (3.), Emre Kayali (11.) und Thorge Salke (22.) mit 4:0. Anschließend verflachte die Partie Zusehens und der TSV kam durch Maxim Fröhlich (42.) kurz vor der Pause zum Ehrentreffer. Im zweiten Abschnitt beschränkten sich die Gäste auf Schadensbegrenzung und versuchten die Räume in der eigenen Hälfte extrem zu verdichten. Die Concorden hatten weiterhin sehr viel Ballbesitz, konnten sich aber nicht mehr so viele Chancen herausspielen, wie vor dem Seitenwechsel. Der eingewechselte Mohammad Hussein (79.) setze in seinem ersten Herrenspiel überhaupt den 5:1 Schlusspunkt.


NordKick Redaktion (25.09.2022)

Spielszene aus der Partie in Meimersdorf (Foto LR)

Saxonia überrascht RSK in Meimersdorf

Von Beginn an versteckte sich die erneut personal gebeutelte FSG nicht hinter dem favorisierten Tabellenzweiten aus dem Kieler Vorort Meimersdorf, sondern versuchte frühzeitig, den Spielaufbau der favorisierten Kieler zu stören. So erlief sich bereits nach drei Minuten der erstmals wieder von Beginn an mitwirkende FSG-Torjäger Jan Olaf Muhs kurz hinter der Mittellinie gegen die aufgerückte RSK-Defensive den Ball, spielte RSK-Keeper Büttner aus und erzielte unter dem Jubel der mitgereisten Edelfans und der FSG-Bank die überraschende 1:0-Führung. Dominik Schiffer hätte nur fünf Minuten später bei einem weiteren Konter über links kommend das 2:0 machen können, scheiterte aber knapp am RSK-Schlussmann Büttner. Erst nach 12 Minuten kam das Team von Trainer Benjamin Szodruch zu einer guten Möglichkeit, die der erstmals im FSG-Gehäuse stehende Torwart Tobias Schröder jedoch entschärfen konnte. Nach 16 Minuten dann der zweite Schock für die Hausherren, als RSK-Keeper Büttner nach einem Rückpass von Oliver Dreier nicht gut aussah und das Leder zum 0:2 passieren ließ. Dagegen hatte die FSG-Defensive in der 18. Minute Glück, als ein Schuss der Heimelf am Pfosten und nicht im FSG-Tor landete. Dann verletzten sich leider kurz hintereinander „Domi“ Schiffer (30.) und „Tobi“ Jantzen (36.) und mussten leider ausgewechselt. Für „Domi“ kam Ben Meeno Holtz und für „Tobi“ Routinier Marcel Petitjean. Die Heimmannschaft wurde jetzt zwar stärker, konnte jedoch die von Kapitän Jonas Griese und Patrick Mester gut organisierte FSG-Defensive nicht überwinden, während die FSG nun auf schnelle Konter setzte. In der 40. Spielminute nochmals Glück für die FSG, als ein Fernschuss aus ca. 30 Metern die Latte streifte und von dort ins Aus ging. Mit der überraschenden 2:0-Führung für die FSG ging es in die Halbzeit. Nur vier Minuten nach Wiederanpfiff von Schiedsrichter Lutz Jessen aus Flensburg , der nach Auffassung der RSK-Bank in der ersten Halbzeit eher für die FSG entschied, dafür aber in der zweiten Hälfte eher die Heimelf bevorteilte, tankte sich Nicolai Steffen halbrechts durch und erzielte gegen eine zu offen agierende RSK-Defensive das 3:0 (49.). Wieder lauter Jubel bei den mitgereisten FSG-Edelfans an der Seitenlinie. War es das schon oder kommt da noch etwas von der Heimelf? Das fragten sich die ca. 100 anwesenden Fans beider Vereine an der Seitenlinie. Ja, es wurde noch einmal spannend, denn die in der Offensive mit vielen Diagonalbällen spielende Heimelf wurde jetzt stärker und erzielte nur fünf Minuten später durch den eingewechselten Ben Joel Jarik den Anschlusstreffer zum 1:3 (54.). Leider blieben zwei gute Konterchancen der FSG ohne zählbare Erfolge. So scheiterte zunächst Marcel Petitjean (59.) per Kopf an Keeper Büttner, während kurz danach Elias Laizer (61.) das gegnerische Tor nur ganz knapp verfehlte. Dafür hatte die Heimelf vier Minuten später mehr Glück im Abschluss, denn nach einem guten Spielzug über rechts stand Ben Joel Jarik erneut goldrichtig und erzielte den Anschlusstreffer zum 2:3 (65.). Auch davon ließ sich die FSG nicht groß beeindrucken, sondern kämpfte als Team geschlossen weiter und versuchte, die knappe Führung mit vereinzelten Kontern über die Zeit zu bringen. In der 83. Minute ging Lukas Kock alleine durch und wurde regelwidrig zu Fall gebracht, doch der Pfiff des Unparteiischen Lutz Jessen blieb leider aus. Mehr Glück hatte dagegen die Heimelf, die in der 86. Minute nach einer Ecke von rechts den 3:3-Ausgleich per Kopf durch Leon Lembke erzielte. In den verbleibenden Spielminuten einschließlich der sechsminütigen verletzungsbedingten Nachspielzeit machte die Heimelf zwar weiter Druck, doch die FSG hielt gut dagegen und verteidigte den einen Punkt auch dank einer guten Abwehraktion von Keeper Tobias Schröder (90. + 3) bis zum Abpfiff.
Fazit: Mit Co-Trainer Jürgen Muus, der nach einer Aussprache in der Woche auch weiter mit der Mannschaft zusammen arbeiten wird, und Ligamanager Mark Wedemeyer an der Seitenlinie machte die FSG dort weiter, wo sie in der letzten Woche gegen TSV Plön aufgehört hat und ging gegen den favorisierten Tabellenzweiten aus Kiel nicht unverdient mit 2:0 in die Kabine. In der zweiten Hälfte dominierte dann die Heimelf, die zwar noch kurz vor Schluss gegen eine gut kämpfende FSG den Ausgleich schaffte, sich aber letztlich mit einem Punkt zufrieden geben musste. Weiter, so, Männer, ihr seid auf dem richtigen Weg! Trainer Jürgen Muus nach dem Spiel: „Ich bin angesichts unserer personellen Situation unterm Strich mit dem einen Punkt, der mehr als verdient ist, zufrieden, auch wenn nach der unerwarteten 3:0-Führung mehr möglich gewesen wäre. Wir sind heute als Mannschaft geschlossen aufgetreten und haben gemeinsam für den Erfolg gekämpft. Aufbauend auf den Leistungen der letzten beiden Spiele werden wir versuchen, weiter gemeinsam im Training zu arbeiten, und gleichzeitig hoffen, dass sich unsere angespannte personelle Situation bald verbessern möge, damit wir wieder mehr Alternativen zur Verfügung haben“.

Lothar Rath, TSV-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 25.09.2022

Danilo Blank tritt beim TSV Plön zurück

Plön ohne Trainer - Danilo Blank tritt zurück

Und schon wieder streicht ein Trainer die Segel in dieser Woche. Danilo Blank hatte seit 2017 das Kommando beim TSV Plön und räumt nun die Brücke. Sein Führungsspieler und Ex-Fußballobmann Mats Böckmann führ zunehmenden Zeitmangel wegen familiärer und beruflicher Termine als Hauptgrund an. “Wir waren von seiner Entscheidung total überrascht und geschockt. Wir haben zwar gemerkt, dass er zur Zeit ziemlich im Stress ist, weniger Zeit und dadurch eventuell einen Tick weniger Feuer hatte, aber mit einem Rücktritt zum jetzigen Zeitpunkt haben wir nicht gerechnet. Ich glaube, dass er seinen eigenen Ansprüchen aus Zeitmangel nicht mehr gerecht werden konnte und so der Mannschaft nochmal einen neuen Impuls geben möchte”, schildert Böckmann seine Gedanken zu dem überraschenden Rücktritt seines erfolgreichen und bei der Mannschaft beliebten Trainers. Wie es nun weiter geht, soll in einer Besprechung am Donnerstag diskutiert werden. Ligamanager Björn Alberts wurde mit der Aufgabe einen neuen Trainer zu finden betraut. Der Verein nimmt gerne interessante, proaktive Bewerbungen entgegen. Gegen Dobersdorf am kommenden Wochenende wird es erst einmal eine Interimslösung geben, die noch intern besprochen wird. 

NordKick Redaktion (20.09.2022)

Ralf Bargmann im Interview

Heute spricht der Ex-Trainer der FSG Saxonia

Ralf Bargmann äußert sich gegenüber NordKick zu seiner Entlassung

Die Mannschaft der FSG Saxonia hat unter der Woche um den Vereinsvorstand um Freistellung ihres Trainers gebeten und die Verantwortlichen haben diesem folgegeleistet. Nur wenige Tage putzt die Truppe den starken TSV Plön mit 4:0 von der Platte und wird dafür gefeiert. Zu Recht? Was sagt das über den Charakter der Spieler aus? Was wird der Verein machen, wenn einigen Führungsspielern der nächste Trainer auch wieder nicht zusagt? Das sind sicherlich Fragen, die sich die Verantwortlichen der FSG zukünftig stellen müssen. Heute wollen wir aber einmal den Leittragenden der ganzen Geschichte zu Wort kommen lassen. NordKick sprach mit dem entlassenen Trainer Ralf Bargmann über seine Gefühlslage und seine Bewertung der Gesamtsituation.
„Zusammengefasst lag es aus meiner Sicht wahrscheinlich an drei Punkten, dass Teile der Mannschaft und ich nicht so richtig harmoniert haben. Ich wollte einen sehr offensiven und laufintensiven Fußball spielen lassen. Auch dadurch bedingt kamen einige Charaktere, die in der Vergangenheit eine gewichtige Rolle eingenommen haben, nicht mehr so recht zum Zuge und haben versucht im Hintergrund zu rebellieren. Damit bin ich wahrscheinlich etwas zu naiv umgegangen. Doch letztlich möchte ich mich dadurch bedingt auch nicht verstellen und möchte meine Philosophie von Fußball auf den Platz bringen. Sportlich kann mir keiner einen Vorwurf machen. Ich habe die Mannschaft fußballerisch definitiv entwickelt. Ich habe vergangene Spiele der Mannschaft gesehen und kann definitiv behaupten, dass wir in dieser Saison besseren Fußball angeboten haben als in der Vergangenheit. Ein anderer Teil der Mannschaft hat sich auch über diese neue Spielweise gefreut, weil sie dabei kreativer sein durften. Ein weiterer Aspekt war, dass wir aus Sicht einiger zu wenig im Training gespielt haben und ich zu viele taktische Übungen gemacht habe, bei denen ich auch immer wieder für Verbesserungsvorschläge den Spielfluss unterbrochen habe. Hinzu kam eine unterschiedliche Zielsetzung der Saisonplatzierung. Während der Mannschaft es genügt nicht abzusteigen, wollte ich gerne oben mitspielen und in meinen Augen haben die Jungs das Potential dafür. Ich wünsche der Mannschaft und dem Verein alles Gute, gehe auch nicht im Gram weg. Nichts desto trotz will ich mich einfach auch nicht verbiegen und denke, dass eine gewisse Professionalität in der Verbandsliga auch dazu gehört“, so der scheidende Trainer.
Für Ralf Bargmann bleibt zu hoffen, dass die Öffentlichkeit seine Leistung richtig einschätzen kann und sieht, dass er die Spieler fußballerisch nach vorne gebracht hat. Es wäre schlecht, wenn dieses Missverständnis zwischen ihm und der FSG Saxonia und der damit verbunden Entlassung nach nur sieben Spieltagen einen unrühmlichen Beigeschmack auf seine zukünftige Karriere als Trainer werfen würde. Bargmann wird sicherlich ein paar Tage brauchen, um die geschehenen Ereignisse zu verdauen, aber er ist somit wieder auf dem Markt und bereit für neue Aufgaben, denn seine Motivation scheint weiterhin ungebremst zu sein.

NordKick Redaktion (19.09.2022)

Karsten Tolle tritt zurück

Trainergespann des TSV Stein tritt zurück

Was ist denn nun los im Amateurfußball unseres Bundeslandes? Der TSV Stein ist nach Osterrönfeld und Saxonia schon der dritte Club diese Woche, der ohne Trainer da steht. Dieses Mal trafen aber die Trainer die Entscheidung eines freiwilligen Rücktritts. Chefcoach Karsten Tolle gab gegenüber NordKick folgendes, ausführliches Statement ab: “Jan Borchert und ich haben der Mannschaft und dem Vereinsvorstand in dieser Woche mitgeteilt, dass wir mit sofortiger Wirkung als Trainer aufhören. Angesichts des deutlich vergrößerten Kaders, der guten Vorbereitung und des mit zwei Siegen erfolgreichen Saisonstarts hat uns der sportliche und personelle Negativ-Lauf der letzten Wochen ziemlich kalt erwischt. Wir haben festgestellt, dass wir als Trainer-Team diesen Entwicklungen nicht mehr effektiv genug entgegenwirken konnten. Eine wesentliche Rolle hat dabei der Blick auf unser persönliches/gesundheitliches Wohlergehen gespielt, das wir nicht länger unserer Funktion als Trainer unterordnen wollten.
Jan wird als Spieler ein Teil der Mannschaft bleiben. Ich wünsche dem Team, dass es diese schwierige Phase bald hinter sich lässt und dann wieder so erfolgreich Fußball spielt, wie es in den letzten Jahren überwiegend der Fall war.”
Auch NordKick möchte sich bei Karten Tolle für die gute Zusammenarbeit der letzten Monate bedanken. Karsten, wir wünschen dir alles Gute für deine Zukunft, viel Glück und natürlich Gesundheit.

NordKick Redaktion (18.09.2022)

Doppeltorschütze Andre Wittern hier nach seinem 2:0

Wik gewinnt souverän auf Altenholzer Kunstrasen

Wenn man sich ein Spiel des Wiker SV anschaut, weiß man, dass man in der Regel guten Offensiv- und schnellen Umschaltfußball zu sehen bekommt. So auch heute beim Auswärtsspiel des WSV auf dem Kunstrasen der Reserve des TSV Altenholz. Vom Anpfiff an wurden die Kräfteverhältnisse auf dem Platz deutlich. Jonas Kessler (8.) hätte die Gäste früh in Führung bringen müssen, doch er setzte einen Alleingang auf TSV-Keeper Finn Joachim knapp am Tor vorbei. Nur eine Minute später vergab Fabian Großmann (9.) die nächste gute Möglichkeit aus spitzem Winkel. Diese Nachlässigkeiten hätten sich fast gerecht. Denn was wäre gewesen, wenn der flinke Arda Can Aslan (13.) seinen Hunderprozenter auf der anderen Seite genutzt hätte, als er völlig alleine auf Justin Sörensen im Wiker Kasten zusteuerte, wird man sich in Altenholz fragen. Wäre diese Partie dann weniger einseitig verlaufen? So nahm das Unheil für den TSVA seinen Laufen. Nach einem Foul von Ole Sonnenberg im Strafraum an Bennet von Roennen, entschied der Unparteiische auf Elfmeter und Alexander Theel (32.) verwandelte sicher vom Punkt. Nur eine Minute später hätte Theel (33.) direkt auf 0:2 erhöhen müssen, doch vergab er dieses Mal kläglich. Die Wiker blieben aber unbeirrt am Drücker. Mittelstürmer Andre Wittern (43. und 47.) sorgte mit einem Doppelschlag durch Treffer kurz vor und nach dem Seitenwechsel für die Vorentscheidung. Anschließend verflachte die Partie, weil der WSV nicht mehr tat als nötig. Auch wenn die Altenholzer nun etwas mutiger wurden, kamen sie zu keinen zwingenden Möglichkeiten. In der 66. Spielminute kam es dann aber doch nochmal zu einem Aufreger: Nachdem Fabian Großmann (66.) das 0:4 erzielt hatte, folgte ein Gerangel zwischen TSV-Keeper Finn Joachim und Wiks Alexander Theel. Der Schiedsrichter verwies nach dieser Aktion beide Spieler mit der Roten Karte des Feldes. Für den 0:5 Endstand dieser Partie sorgte Jonas Kessler (85.) kurz vorm Abpfiff. Insgesamt war es ein ungefährdeter Sieg für die favorisierten Gäste. Altenholz wird anschließend sicherlich mit der Großchance von Aslan in der 13. Minute hadern, die dem Spiel einen anderen Verlauf hätte bescheren können.

NordKick Redaktion (18.09.2022)

TSG Concordia Schönkirchen mit Kantersieg

TSV Selent und Gewitter können TSG-Katersieg nicht verhindern

Nach der unglücklichen 1:2 Heimniederlage gegen den MTV Dänischenhagen am letzten Wochenende ist der TSG Concordia Schönkirchen diesen Samstag ein 8:0 (2:0) Katersieg beim TSV Selent gelungen. Lange Zeit sah es dabei allerdings nicht nach so einer deutlichen Angelegenheit aus, denn der diszipliniert verteidigende Aufsteiger, der vergangenen Spieltag in der Wik 2:0 gewinnen konnte,  machte es den favorisierten Schönkirchenern auf dem nassen Geläuf schwer und kam immer wieder selbst zu gefährlichen Kontern über ihre schnellen Angreifer. Die Concorden ließen sich allerdings durch diese Blitzangriffe nicht aus der Ruhe bringen und blieben stets die aktive Mannschaft. Belohnung fanden die Mannen von Ole Jacobsen und Andre Hübner in der ersten Halbzeit durch Standardsituationen. Zuerst köpfte der großgewachsene Haris Osmanovic (37.), der zum ersten Mal in der Startformation der Gäste stand, zum 0:1 ein, ehe Thorge Salke (42.) ebenfalls per Kopf zum 0:2 einnickte. Direkt nach der Pause sorgte ein Eigentor von Bennet Holst (52.) für die vermeintlichen Vorentscheidung. Wenig später musste die Partie einige Minuten wegen Starkregens und Gewitter unterbrochen werden. Nach dieser erneuten Unterbrechung kamen die Platzherren wie neu geboren aus der Kabine und hatten drei Hochkaräter zum Anschlusstreffer, doch der starke TSG Keeper Tobias Krabbe war nicht zu überwinden. Hätten die Selenter in dieser Phase getroffen, wäre es wohlmöglich nochmal richtig spannend geworden, doch ein Konter über Emre Kayali (74.) brach ihnen endgültig das Genick. Die Köpfe gingen nun runter und der TSV zeigte keinerlei Gegenwehr mehr. So konnte die TSG binnen weniger Minuten durch Tore von Halil Karakaya (85.), Armin Hadzimujic ((86.), Rene Puls (89.) und den eingewechselten Terrence Dorring (90.) das Ergebnis auf 0:8 hoch schrauben.

NordKick Redaktion (18.09.2022)

Die Mannschaft der FSG Saxonia

Saxonia fegt Plön ohne Trainer aus dem Stadion

Im Spiel eins nach der am letzten Donnerstagabend erfolgten Trennung von Ligatrainer Ralf Bargmann war nun die FSG gefordert und musste zeigen, dass sie auch oder gerade mit Ligamanager und Interimstrainer Mark Wedemeyer an der Seitenlinie gegen die „Blues“ von Trainer Danilo Blank aus der Kreisstadt Plön den ersten Dreier zu Hause einfahren wollte. In den ersten paar Minuten begannen die Plöner offensiv und hatten auch gleich die ersten beiden Chancen im Spiel, bevor der erstmals von Beginn an eingesetzte Neuzugang Lucas Kock
in der 9. Minute die erste große Chance der FSG vergab. Nur zwei Minuten später der erste Torjubel der wenigen Zuschauer im Seestadion, als Nicolai Steffen nach einer Ecke von rechts schneller reagierte und zum 1:0 einschoss. Mit der Führung im Rücken lief es mit zunehmender Spieldauer immer besser für die Heimelf. Erst scheiterten zunächst Rasmus Faber (13.) und anschließend Kapitän Jonas Griese (19.) per Kopf nur ganz knapp. Besser machte es dann erneut Nicolai Steffen, der nach einem schnellen Konter die löcherige TSV-Defensive überlief und zum 2:0 (22.) erhöhte. Die „Blues“, die gar nicht mehr zu ihrem Spiel fanden, vergaben in der 30. Minute eine gute Möglichkeit gegen eine ansonsten von Kapitän Jonas Griese gut organisierte FSG-Defensive. Noch vor dem Pausenpfiff von Schiedsrichter Thore Oster aus Lägerdorf schlug Neuzugang Lucas Kock zu und erhöhte mit einem Flachschuss von der Strafraumgrenze mit seinem ersten Saisontreffer auf 3:0 (38.). Aufgrund einer Unachtsamkeit in der FSG-Defensive kam Plön in der 40. Minute noch zu einer geschenkten Chance, die zum Glück für die FSG am Pfosten landete. So ging es mit 3:0 für die FSG unter dem Beifall der Edelfans in die Pause. Auch nach dem Wiederanpfiff blieb die FSG gegen die weit unter ihren spielerischen Möglichkeiten agierende Plöner Elf, die kaum gefährliche Angriffe inszenieren konnte, zunächst weiter spielbestimmend. In der 60. Minute schlug dann auch Lucas Kock ein zweites Mal in diesem Spiel zu und erzielte gekonnt das 4:0. Mit diesem beruhigenden Vorsprung im Rücken spielte die FSG-Elf weiter befreit auf, ließ Ball und Gegner laufen und erspielte sich weitere Chancen, die leider ungenutzt blieben. In der 65. Minute kam für Dominik Schiffer der freigeholte A-Juniorenspieler Lukas Danker zu seinem Ligadebüt und fügte sich schnell in das FSG-Spiel ein. Unnötigerweise foulte FSG-Keeper Daniel Hahne in der 81. Minute im eigenen Strafraum einen Gästespieler und hatte dabei Glück, dass beim Schiedsrichter die Karten in der Tasche blieben. Allerdings machte er seinen Fehler anschließend wieder gut, als er den ungenau ausgeführten Strafstoß von TSV-Kapitän Sören Balk entschärfte. Die allerletzte Chance in diesem Spiel vergab in der 86. Spielminute Elais Laizer, als er alleine auf das TSV-Tor zugehend mit seinem zu schwachen Schuss am gegnerischen Keeper Jannes Menze scheiterte.

Fazit: Eine nach der Trainerentscheidung offensichtlich befreit aufspielende Heimelf fand schnell ins Spiel und präsentierte sich als geschlossenes Team, in dem einer dem anderen helfend zur Seite stand. Auch wenn unsere Gäste heute spielerisch enttäuschten, zeigte die FSG unterm Strich spielerisch gute Ansätze und gewann folglich das Heimspiel auch in der Höhe nicht unverdient. Neben den drei wichtigen Punkten im Kampf gegen den Abstieg bekam die FSG in dieser Woche nach der Entscheidung der SHFV-Verbandsgremien auch noch die drei Punkte und 5:0 Tore aus dem Spiel gegen den TSV Altenholz 2 am 3. Spieltag, das zwar auswärts mit 1:5 verloren ging, bei den „Gelb-Schwarzen“ jedoch ein nicht spielberechtigter Spieler mitwirkte. Damit verbesserte die FSG ihr Punktekonto auf 12 Punkte und 16:7 Tore und rangiert damit in der oberen Tabellenhälfte. Weiter so, Männer!
Lothar Rath, TSV-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 18.09.2022

Jürgen Muus ist aktuell Co-Trainer der FSG Saxonia

Wie geht es bei der FSG Saxonia weiter?

Nachdem die FSG Saxonia gestern die Trennung von ihrem Trainer Ralf Bargmann, der erst zu Saisonbeginn eingestellt wurde, bekannt gegeben hat, stellen sich zwei Fragen: Warum konnte es nach so kurzer Zeit zu einem Bruch kommen und wie und vor allem mit wem soll es nun bei der FSG weiter gehen?
Es scheint zwischen dem entlassenen Coach Bargmann und einigen Teilen der Mannschaft menschlich nicht gepasst zu haben. Der Saxonia-Verantwortliche Markus Köhn äußerte sich NordKick gegenüber wie folgt: “Der Keil zwischen Mannschaft und Trainer war zu groß. Der Trainer hatte es geschafft, innerhalb kürzester Zeit Spieler mit hohem Stellenwert in der Mannschaft gegen sich auf zu bringen. Das Team war zudem stark verunsichert, drohte in der Winterpause auseinander zu brechen. Da sahen wir uns gezwungen zu handeln. Ich bedaure diesen harten Schritt, denn Ralf Bargmann besitzt sicherlich hohe fachliche Kompetenz, die ich ihm nicht absprechen möchte. Menschlich hat es nach hinten raus dann aber mit der Mannschaft nicht mehr gepasst. Wir wollten unsere Ziele weiterhin wahren. Die Saison ist noch relativ jung. Jetzt sind wir als Team umso mehr gefordert. Ich wünsche Ralf Bargmann alles Gute.” Diese klare Stellungnahme lässt darauf schließen, dass die Mannschaft die Entlassung ihres Trainers gefordert hat. Eine schwierige Situation für die Verantwortlichen in solchen Phasen richtig zu entscheiden. Naheliegend wäre ja nun, dass der bisherige Co-Trainer Jürgen Muus, der letzte Saison noch Cheftrainer beim ASV Dersau war, übernimmt. Aber auch dagegen scheint einiges zu sprechen. “Jürgen Muus schätzen wir sehr als Trainer, wir sind sehr bemüht ihn weiterhin als Co-Trainer zu halten. Wir prüfen aber gerade alle Optionen. Grundsätzlich war aber das Cheftraineramt bei Einstellung von Jürgen Muus auch aufgrund anderer Aspekte nicht gewünscht. Die Qualifikation und Erfahrung hätte Jürgen natürlich, aber wir gehen da auch auf persönliche Wünsche ein”, so Köhn zur Personalie Muus. Es scheint also so, als müsse man nach einer externen Lösung suchen. Dabei ist Ex-Trainer Ralf Hartmann, der vor der Saison aufgehört hatte, anscheinen kein Thema. “Ralf Hartmann spielt in unseren aktuellen Überlegungen keine Rolle”, spricht sich der FSG-Verantwortliche klar gegen eine Rückholaktion aus. Wir dürfen also gespannt sein, was sich an der Seitenlinie der FSG Saxonia in den kommenden Wochen tun wird und ob die Mannschaft gestärkt aus der Krise hervor kommen wird.

NordKick Redaktion (17.09.2022)

Saxonia feuert Trainer

Saxonia trennt sich von Trainer Ralf Bargmann

TSV-Spartenleiter und FSG-Verantwortlicher Markus Köhn teilte soeben mit, „dass sich die FSG Saxonia mit sofortiger Wirkung von Ligatrainer Ralf Bargmann, der seit dem 01.07.2022 an der Linie stand, trennt. Intensive Gespräche vorab konnten unterschiedliche Auffassungen zwischen Trainer und Liga nicht ausräumen, so dass jetzt die Ligamannschaft als Team gefordert ist, durch Geschlossenheit auf dem Spielfeld gerade in dem nicht leichten Heimspiel gegen den TSV Plön zu überzeugen. Wir bedanken uns recht herzlich für das Engagement von Trainer Ralf Bargmann und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute.
An der Linie wird morgen Ligamanager Mark Wedemeyer stehen. Offen ist noch die Frage, ob Co-Trainer Jürgen Muhs weiter machen wird. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, möglichst schnell einen Ersatz an der Linie zu finden.“
Lothar Rath, TSV-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 16.09.2022

Simon Kahnwald bereitet hier das 1:0 mustergültig vor

VfB-Keeper war ein ums andere Mal Retter in letzter Not (hier gegen Jonas Kessler)

Wiker SV mit starker Vorstellung gegen den VfB

Bei bestem Fußballwetter kam es heute auf dem Wiker Auberg vor handgezählten 73 Zuschauern zum Aufeinandertreffen des Mitfavoriten Wiker SV und dem Verbandsliga Ost-Neuling VfB Kiel. Die Hausherren nahmen ihre Favoritenstellung direkt an und beherrschten die ersten 45 Minuten nach Belieben. Der Gast von der Waldwiese hatte Mühe den Weg über die Mittellinie zu finden, da sie kein Mittel gegen das hohe Angriffspressing des WSV fanden. Es dauerte allerdings bis zur 17. Minute, als der Wiker Mittelfeldmotor Philip Süß (17.) direkt mit der ersten Torchance der Partie seine Mannen mit 1:0 in Führung brachte. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die vielbeinige Kieler Defensive keine Lücken angeboten. Nun nahm der Druck der Heimelf aber mehr und mehr zu. Der stärkste Spieler der ersten Hälfte, Simon Kahnwald (21.) verpasste es das 2:0 zu erzielen. Auch ein Schuss von von Roennen (27.) verfehlte sein Ziel knapp. Zudem war Kalbhenn-Vertreter Daniel Quoos im VfB Tor gegen Philip Süß (35.) und Kahnwald (40.) auf dem Posten. Sein Gegenüber Justin Sörensen blieb bis dahin beschäftigungslos.
Der zweite Abschnitt begann, wie der erste aufgehört hatte – mit Chancenwucher des Wiker SV. Bei geschätzten 85 Prozent Ballbesitz gegen leidenschaftlich kämpfende VfB-Spieler ließen Süß (51.), von Roennen (57., 65.) und Jonas Kessler (58., 62.) beste Chancen aus. Die Kieler konnten sich zu diesem Zeitpunkt bei Schlussmann Quoos bedanken, der mit überragenden Reflexen sein Team ein ums andere Mal im Spiel hielt. Auf der anderen Seite musste Sörensen in der 75. Spielminute zum ersten Mal einen Ball halten, als er eine Joers-Flanke runter pflückte. Nachdem Kessler im Strafraum von den Beinen geholt wurde, verwandelte Alexander Theel (80.) den fälligen, aber umstrittenen Strafstoß zum erlösenden 2:0 für seine Wiker. Als der VfB nun hinten auf machte, konterten die Platzherren erneut durch Theel zum 3:0 Endstand. Für die Osterhoff-Schützlinge war es nach starker Vorstellung ein verdienter Sieg. Auf Seitens des VfB bleibt nun keine Zeit sich zu ärgern, denn schon am kommenden Mittwoch geht es im Cup der Meister zu den FC Nord-Kickers nach Rendsburg.

NordKick Redaktion (28.08.2022)

Strafraumszene zwischen Saxonia und Flintbek

Punkteteilung zwischen Saxonia und Flintbek

Von Beginn an übernahm die neu formierte Heimelf von Trainer Ralf Bargmann das Kommando auf dem Feld und setzte das defensiv eingestellte Team aus Flintbek sofort unter Druck. Die erste große Chance zur Führung vergab nach neun Spielminuten Nicolai Steffen, dessen Kopfball nach Flanke von links nur Zentimeter am Gehäuse von Gästekeeper Klarmann vorbei ging. Bereits nach 17 Minuten der erste Wechsel   bei der FSG, als sich Außenverteidiger Nicolas Wittstock bei einem Zweikampf an der Außenlinie so schwer verletzte und nicht weiter spielen konnte. Für ihn kam mit Neuzugang Lukas   Kock   ein   Offensivmann. Dafür rückte „Domi“  Schiffer auf die linke Außenverteidigerposition. Kurz danach scheiterte der mit aufgerückte Außenverteidiger Rasmus Faber auch nur ganz knapp. Obwohl die FSG bis zur Halbzeit   weiter   Druck   aufbaute,   wollte   das   für   den   weiteren   Spielverlauf wichtige   Führungstor   leider   nicht   fallen.   Kurz   vor   dem   Halbzeitpfiff   von Schiedsrichter Karsten Lubenow hielten die Fans der FSG kurz die Luft an, als ein Flintbeker Angreifer bei einem der wenigen Konter in der 43. Minute im FSG-Strafraum     frei   zum   Kopfball   kam.   Doch   FSG-Keeper   Matthias   Balzer verhinderte mit einer blitzschnellen Reaktion den Führungstreffer der Gäste und lenkte den Ball über das Tor zur Ecke. In der zweiten Halbzeit dominierte zunächst wieder die Heimelf. Doch mit zunehmender Spieldauer kamen die Gäste aus Flintbek immer besser in die Partie und erspielten sich auch noch zwei gute Möglichkeiten, die sie zum Glück für die FSG jedoch nicht nutzen konnten. Die FSG hingegen beschränkte sich nur noch auf Konter und erspielte sich zwei gute  öglichkeiten durch Tim Wedemeyer und Lukas Kock, die beide aber auch nicht  erfolgreich nutzen konnten.
So blieb es bis zum Schluss beim insgesamt gerechten torlosen Unentschieden,  mit dem beide Trainer zwar leben können, jedoch lieber  je einen Dreier  eingefahren hätten. Damit hätte sich die FSG, die laut Trainer Bargmann in der  ersten Halbzeit gute  spielerische Ansätze zeigte,  bei vier Absteigern ein wenig  aus der unteren Tabellenregion abzusetzen können und der TSV Flintbek wäre, trotz der  verletzungsbedingten Ausfälle und des schweren Kreispokalspiel am Donnerstagabend gegen Rot-Schwarz Kiel (1:4), weiter nach oben gekommen.
Bericht und Fotos: Lothar Rath, TSV-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (28.08.2022)

Halil Can Karakaya traf bereits nach 10 Sekunden gegen seinen Ex-Club

Schönkirchen trifft nach 10 Sekunden das erste Mal

Die TSG Concordia Schönkirchen hat gegen die Reserve von Inter Türkspor Kiel einen einen echten Kantersieg erzielt. Das Team von Trainer Ole Jacobsen gewann das Nachbarschaftsderby mit 11:1 (5:0). Kurios dabei war, dass Halil Can Karakaya, der vor der Saison von Inter zur TSG gewechselt war, bereits nach zehn Sekunden für die Führung seiner Mannschaft sorgte. Anschließend lief alles wie am Schnürchen: Nach Toren von Azem Mehanovic (5.) und Pauls Kraatz (12.) war die Partie eigentlich schon nach einer guten Viertelstunde entschieden. Vor dem Seitenwechsel durften sich noch der überragende Thorge Salke (24.) und erneut Mehanovic (34.) in die Torschützenliste eintragen. Auch nach der Pause kannte die Heimelf keine Gnade mit dem aktuellen Schlusslicht der Verbandsliga. Zwei Mal Kraatz (48., 50.) und erneut Mehanovic (66.) stellten binnen zwanzig Minuten auf 8:0, ehe die Gäste durch Süleman Derici (73.) zum Ehrentreffer kamen. Doch vor dem Schlusspfiff sollten noch drei weitere TSG-Tore folgen: Erneut Salke (74.) und die eingewechselten Stürmer Lennard Reinke (79.) und Terrence Dorring (84.) machten den 11:1 Torreigen komplett. Nach zwei Niederlangen in Folge konnten die Schönkirchener durch diese engagierte Leistung ordentlich Selbstvertrauen tanken. 

NordKick Redaktion (27.08.2022)

Gewitter über Plön

6 Punkte Abzug? - TSV Plön geht in die Revision

Inoffiziellen Quellen zur Folge wurde dem TSV Plön von Seiten des Verbandes schriftlich mitgeteilt, dass ihnen wegen Schiedsrichtermangels sechs Punkte abgezogen werden sollen. NordKick hatte vor kurzem über den Fall berichtet und eine Stellungname von Obmann Mats Böckmann veröffentlicht. Der TSV Plön ist nun laut unseren Quellen in die Revision gegangen und hat Gegenmaßnahmen eingeleitet. Wann ein finales Urteil erwartet wird, ist noch ungewiss. Der TSV möchte sich erst zu den Vorfällen äußern, wenn der Fall vollständig abgeschlossen ist.

NordKick Redaktion (24.08.2022)

Archivbild von der FSG Saxonia

FSG Saxonia bekommt 5:1 Klatsche in Altenholz

Bei hochsommerlichen Temperaturen begann die Partie auf dem ungewohnten Kunstrasenplatz für das FSG-Team sehr erfolgversprechend. Denn bereits nach drei Minuten brachte Patrick Mester sein Team überraschend mit 1:0 in Führung. Doch die schnelle Führung hielt leider nicht lange an, weil die Hausherren bereits nach 15 Minuten durch Mats Ellwanger ausglichen. Beflügelt durch den Ausgleich machten die Hausherren mit langen Bällen weiter Druck und gingen nach 35 Minuten durch Mattheo Tiesch mit 2:1 in Führung. Die FSG hätte kurz danach zwar wieder ausgleichen können, doch der  Distanzschuss von Tim Wedemeyer ging knapp über die Latte (37.). Mehr Glück im Abschluss hatten dagegen die Gelb-Schwarzen, denn Mats Ellwanger erhöhte nach einem langen Ball mit seinem zweiten Treffer am heutigen Tag auf 3:1 (40.). Nur zwei Minuten später tauchte  Torjäger Jan Olaf Muhs alleine vor TSV-Keeper Steven Steiner auf, der die Ecke ahnte und abwehren konnte. Mit einem enttäuschenden 1:3-Rückstand ging es für die FSG in die Halbzeit. Leider kam die Elf von Trainer Ralf Bargmann auch nach der Pause nicht in ihr gewohntes Spiel und fing nur neun Minuten nach Wiederanpfiff (54.) durch den zweiten Treffer von Mattheo Tiesch das 1:4. Nur sieben Minuten später stand Jakob Mathea goldrichtig und erhöhte auf 5:1. Danach war das Spiel so gut wie untschieden. Während die Hausherren den Vorsprung über die Zeit bringen wollten, fehlte bei der FSG der Wille, sich gegen die drohende Niederlage zu stemmen. Trauriger Höhepunkt neben der hohen Niederlage war dann noch die „Rote Karte“ in der 85. Spielminute für FSG-Keeper Daniel Hahne nach einer Notbremse außerhalb des Sechzehnmeterraumes.
Fazit:   
Für alle mitgereisten FSG-Fans war die Vorstellung der Liga nach der schnellen
Führung eine große Enttäuschung. Mit dieser Leistung und dieser Einstellung
müssen wir uns dann wohl bei mindestens vier Absteigern auf einen harten
Abstiegskampf einstellen, wenn nicht endlich der Knoten platzt, d.h. alle Spieler
zur Verfügung stehen und vor allem alle an einem Strang in eine Richtung
ziehen.  
Bericht und Fotos: Lothar Rath, TSV-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (22.08.2022)

Kristof Koop hatte kein Schussglück

Dänischenhagen freut sich über Punktgewinn gegen RSK

Das Spitzenspiel der Verbandsliga Ost zwischen dem Tabellenzweiten MTV Dänischenhagen und dem Spitzenreiter SSG Rot-Schwarz Kiel endete trotz vieler Chancen und einem Elfmeter torlos. „Wir freuen uns über den einen Punkt“, war MTV-Coach Frank Knocke am Ende zufrieden.
Im ersten Abschnitt sahen die knapp 130 Zuschauer einen offenen Schlagabtausch, bei dem es durchaus zur Pause hätte auch 2:2 stehen können, doch auf der einen Seite vergab Mittelstürmer Kristof Koop zwei aussichtsreiche Möglichkeiten und auf der anderen konnte Lasse Schwind (31.) einen Fehler der RSK-Hintermannschaft nicht ausnutzen, als er aus 25 Metern das leere Gehäuse aus seitlicher Position verfehlte. Zudem wurde ein vermeintlich reguläres Tor von Tim Ladewig (27.) wegen Abseitsstellung aberkannt.
Obwohl die Gäste den besseren Start in den zweiten Durchgang erwischten, befand sich die Knocke-Elf weiterhin auf Augenhöhe. Doch nach einer guten Stunde Spielzeit erhöhten die Rot-Schwarzen noch einmal das Tempo und kamen zu Torabschlüssen im Minutentakt. Immer wieder war Kristof Koop dabei im Mittelpunkt des Geschehens, doch er hatte einfach kein Schussglück. Zudem hatte Yannick Holtz im MTV-Tor einen Sahnetag erwischt. Dennoch fand der Ball zwei Mal den Weg ins Dänischenhagener Tor, doch beide Male (53. und 55.) entschieden die Unparteiischen erneut auf Abseits. Zumindest die zweite Entscheidung war dabei fragwürdig, als RS Kiel einen Freistoß schnell ausführte und am zweiten Pfosten freistehend einnetzte. In der 80. Minute fand das Privatduell zwischen Koop und Holtz dann seinen Höhepunkt, als der Schiedsrichter nach einer Grätsche vom eingewechselten Lars Mischak (80.) auf Foulelfmeter entschied. Koop zeigte sich in der Vergangenheit als sicherer Schütze, doch dieses Mal fand er in dem überragenden Keeper seinen Meister. In der Schlussminute hätte Stephan Wendt den Spielverlauf der zweiten Halbzeit sogar fast noch auf den Kopf gestellt, doch seinen 13-Meter-Schuss konnte RSK-Keeper Tim-Jonas Jakubzik parieren. „Für uns war es ein glücklicher Punktgewinn aufgrund der Überlegenheit Rot-Schwarz Kiels in der zweiten Halbzeit. Rot-Schwarz hat einen sehr guten Fußball gespielt, war technisch stark und vor allem im Zentrum körperlich sehr präsent“, lobte Knocke den Kontrahenten. „Wir freuen uns nun auf das Pokalspiel gegen Inter am kommenden Mittwoch“, blickte der Trainer direkt voraus.


Knocke hob folgende Spieler heraus:
Beste Spieler Dänischenhagens: Yannick Holtz, Eric Lamprecht, Moritz Schweimer, David Junghans.
Beste Spieler bei RSK: Kristof Koop, Oliver Dreier, Alan Rahman.

NordKick Redaktion (21.08.2022)

Lennard Reinke war der beste Schönkirchener mit 2 Scorerpunkten

Philip Süß brachte seine Mannen wieder in die Spur

Wiker SV dreht nach 0:2 Rückstand die Partie gegen Schönkirchen

Eine dramatische Verbandsligapartie mit zwei unterschiedlichen Halbzeiten sahen die Zuschauer auf dem Wiker Auberg, wo der vermeintliche Außenseiter aus Schönkirchen den Mitfavoriten Wiker SV am Rande einer Niederlage hatte, dann aber doch verdient den Kürzeren zog.
Aber alles der Reihe nach: Die erste Halbzeit lief für die Concorden wie gemalt. Man durchkreuzte das Aufbauspiel der Platzherren und ging bereits nach sechs Minuten durch den besten Mann der ersten 35 Minuten auf dem Platz, Lennard Reinke (6.) durch einen brillanten Drehschuss aus 20 Metern in Führung. Zwar hatte der WSV mehr Ballbesitz, konnte aus diesem aber nur wenig Kapital schlagen. Direkt nach der Trinkpause Mitte der ersten Hälfte konterte die TSG über Thorge Salke (24.), der erneut vom starken Reinke in Szene gesetzt wurde, zum 0:2. Nach einer guten halben Stunde wurde die Heimelf, angeführt durch den immer agiler werdenden Philip Süß, griffiger. Gäste-Keeper Finn Oland verhinderte mit einer herausragenden Parade gegen Nico Otto (44.) den Anschlusstreffer noch vor der Pause.
Nach dem Seitenwechsel kam der WSV wie ein Tornado aus der Kabine und der stark Finn Oland hielt seinem Team gleich zu Beginn zweimal den Rücken frei. Begünstigt durch ein paar Umstellungen und die Hereinnahme von dem quirligen Simon Kahnwald und Alexander Theel drückten die Wiker immer mehr aufs Tempo und wurden früh mit dem 1:2 durch Mittelstürmer Andre Wittern (54.), der nun über den rechten Flügel kam, belohnt. Bei der TSG schien jetzt völlige Panik auszubrechen und auch die Einwechslungen von den Talenten Paul Kraatz und Emre Kayali verpufften. Nach einem katastrophalen Fehler in Ballbesitz der TSG-Hintermannschaft sagte Jonas Kessler (57.) „Danke“ und schob ins leere Tor zum Ausgleich ein. Doch das war nicht genug. Nur sechs Minuten später „klingelte“ es erneut. Bennet von Roennen (63.) nutzte das nun zu zaghafte Zweikampfverhalten und die mangelnde Laufbereitschaft der Gäste aus und brachte den 3:2 Siegtreffer für seinen Wiker SV. Die Wik hatte also das Kunststück vollbracht binnen neun Minuten die Partie von 0:2 auf 3:2 zu drehen. In der Folge gab es viel Hektik, ungeplante Aktionen und viele Unterbrechungen, so dass kein echter Spielfluss mehr aufkam und es beim aufgrund der starken zweiten Halbzeit verdienten 3:2 blieb.

NordKick Redaktion (15.08.2022)

Jan Olaf Muus trifft vom Punkt

Nils Arne Benning verwandelt zum 2:2

Später Ausgleich sorgt für gerechte Punkteteilung

Bei hochsommerlichen Temperaturen begann die durch weitere Ausfälle und Urlaubsrückkehrer erneut neu formierte Heimelf von Trainer Ralf Bargmann schwungvoll. Die erste gute Möglichkeit bereits nach zwei Minuten
hatte allerdings der Aufsteiger aus Selent nach einem schnellen Konter gegen die aufgerückte FSG-Defensive. Dann in der achten Spielminute der erste negative Höhepunkt, als Gästespieler Julian-Colin Böttjer FSG-Keeper Daniel Hahne unfair anging und dafür von Schiedsrichter Seehaase gleich die „Rote Karte“ sah. Aber nur vier Minuten später zog die FSG nach, als Florian Bruckschlögl nach einem Zweikampf den Selenter Spieler verbal beleidigte und dafür auch „Rot“ sah. Mit mehr Platz auf dem Feld ging das Spiel weiter. Den nutze unsere Sturmspitze Jan-Olaf Muhs, tanke sich durch und ging allein auf Keeper Marxen im Selenter Tor zu. Aber ihm klebte das Abschlusspech der letzten Spiele weiter an den Füßen, denn er konnte den Ball leider nicht im Selenter Tor versenken (18.). Das machte das Gästeteam von Trainer Simon Wobken in der 20. Minute besser. Nils Arne Benning, auffälligster Spieler seines Teams, setzte sich gegen die aufgerückte FSG-Defensive durch und brachte sein Team mit 1:0 in Führung. Wachgerüttelt vom Rückstand wurde die Heimelf jetzt stärker und machte mehr Druck nach vorne. Nach einem Spielzug über rechte brachte Rasmus Faber den Ball in die Mitte zu Jan Olaf Muhs, der diesmal eiskalt den 1:1-Ausgleich erzielte und so endlich seine Torflaute überwand. Kurz vor dem Halbzeitpfiff erspielten sich die Selenter noch eine Chance, die zum Glück für die FSG am Tor vorbei ging. In der wegen der witterungsbedingten Trinkpausen angefallenen Nachspielzeit entschied Schiedsrichter Seehaase (45. +1) nach einem Handspiel eines Gästespielers auf Elfmeter für die FSG. Auch diese Möglichkeit ließ sich FSG-Torjäger Jan Olaf Muhs nicht entgehen, schickte Gästekeeper Marxen in die falsche Ecke und brachte sein Team mit 2.1 in Führung.
In der zweiten Spielhälfte zeigten sich die Gäste engagierter und wollten unbedingt den Ausgleich. Doch FSG-Keeper Hahne erwies sich als Meister seines Faches und entschärfte gleich mehrere gute Selenter Möglichkeiten und avancierte so zum besten Spieler seines Teams. Der FSG-Offensive fehlten bis auf zwei Möglichkeiten durch Elais Laizer (62. und 79.) die Ideen, wie die gegnerische Abwehr spielerisch zu knacken gewesen wäre. Als sich die Zuschauer im Seestadion schon langsam auf den Schlusspfiff einstellten, sprang Elias Laizer bei einer Abwehraktion im eigenen Strafraum der Ball unglücklich an die Hand. Schiedsrichter Seehaase zeigte sofort auf den Punkt (88.). Der Torschütze zum 1:0, Nils Arne Benning, schickte FSG-Keeper Hahne in die falsche Ecke und verwandelte sicher zum insgesamt für beide Teams gerechten 2:2-Unentschieden.
Fazit: „Einen wichtigen Punkt mit einer neu formierten Mannschaft geholt“, auch wenn laut Trainer Ralf Bargmann „spielerisch gerade im Offensivbereich noch Luft nach oben ist. Da uns aber noch wichtige Spieler fehlen und vor allen noch nicht alle Spieler durch wechselnde Abwesenheiten hundertprozentig fit sind, nehmen wir das als Teilerfolg mit und versuchen in den nächsten Einheiten darauf aufbauen“.

Torfolge: 0:1 (20.) Nils Arne Benning – 1:1 (30.) und 2:1 (45. + 1) Jan Olaf Muus (Handelfmeter) – 2:2 (88.) Nils Arne Benning (Handelfmeter).
Schiedsrichter: Dion Seehaase (KFV Stormarn)
Besondere Vorkommnisse:
Rote Karten: FSG Saxonia und TSV Selent je 1x Rot
8. Minute: Nr. 9 TSV Selent wegen einer Tätlichkeit gegen Torwart Hahne
12. Minute: Florian Bruckschlögl (FSG) wegen einer beleidigener Äußerung
Gelbe Karten: FSG Saxonia und TSV Selent je 1x gelb
Zuschauer: 53.

Bericht und Fotos: Lothar Rath, TSV-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (Saxonia, 14.08.2022)

TSV Selent freut sich auf die Verbandsliga

TSV Selent - Ein Dorfverein freut sich auf die Verbandsliga

Der TSV Selent freut sich als Aufsteiger auf eine spannende Verbandsligasaison und hofft als Underdog für die eine oder andere Überraschung sorgen zu können. Dabei baut Trainer Simon Wobken auf den Aufstiegskader der vergangen Spielzeit und begrüßt mit Torhüter Philipp Löptim vom Lokalrivalen TSV Lütjenburg lediglich einen Neuzugang in seinem Team. „Wir haben rund 25 Spieler im Kader. Im vergangenen Jahr hatten wir häufig mit Verletzungen aber auch anderen Prioritäten zu kämpfen, sodass kein richtiger Konkurrenzkampf aufgekommen ist. Über zu wenig Spielzeit konnte sich kaum einer beschweren, was natürlich zu einer außergewöhnlich guten Harmonie geführt hat. Die Breite erlaubt es uns, dem einen oder anderen Spieler auch mal eine Auszeit zu gönnen“, ist Wobken weiterhin ein gutes Klima im Kader wichtig. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass der TSV Selent vor allem auf Eigengewächse setzt, die eine hohe Identifikation für Verein und Mannschaft mitbringen. „Bei uns gibt es nur zwei bis drei Spieler, die im Herrenbereich schon einmal bei einem anderen Verein gespielt haben“, stellt Wobken noch einmal klar. Kapitän seiner Truppe ist Nico Stender. Echte Schlüsselspieler sieht der Übungsleiter dabei nicht in seinem Kader, da Ausfälle in der vergangenen Saison immer gut kompensiert werden konnten. Genau das ist auch die Stärke des TSV, der mit seinen schnellen Offensivkräften und dem breiten Kader flexibel sich auf neue Situationen einstellen kann. Die Auftaktniederlage am ersten Spieltag gegen den TSV Stein (0:2)  wirft die Selenter nicht aus der Bahn. „Wir werden vermutlich einige Wochen brauchen, bis wir uns in der neuen Liga zurechtgefunden haben und den richtigen Weg für unser Spiel entdeckt haben, aber werden dann eine gute Verbandsliga-Saison spielen“, zeigt sich Wobken sehr geduldig mit seiner jungen Mannschaft. Das Ziel für den Verbandsliganeuling ist einzig und alleine der Klassenerhalt. „Alles andere wäre totaler Unsinn“, lässt der Trainer keine Träumereien zu. Rot-Schwarz Kiel schätzt der Coach als Klassenprimus ein, aber alles weitere möchte und kann er nicht beurteilen, weil die Verbandsliga für ihn Neuland ist. Dennoch ist er natürlich extrem heiß auf die Lokalderbys gegen den TSV Plön, die SG Probstei und Dobersdorf. „ In der vergangenen Saison konnten wir uns auf unsere gute Offensive verlassen und Fehler in der Defensive ausgleichen. Hinten setzen wir nun auf mehr Stabilität“, weiß Wobken wo er den Hebel ansetzen muss. „Für unseren Verein ist es natürlich etwas ganz Besonderes, aus eigener Kraft und vor allem auf der Basis der eigenen Jugendarbeit, den Aufstieg in die Verbandsliga geschafft zu haben. Die sportlichen und vor allem finanziellen Voraussetzungen sind bei uns natürlich ganz andere als bei den Kieler Mannschaften oder den Plöner Kleinstädten. Bei uns waschen die Trainer noch die Trikots und die Spieler treffen sich, um den Platz fertig zu machen. Daher freuen wir uns unseren Dorfverein in dieser Liga zu präsentieren“, macht der Coach noch einmal die Herausforderung, seinen Stolz aufs Team und die Rolle als Außenseiter deutlich.

NordKick Prognose: Der TSV Seltent wird die Verbandsliga Ost beleben. Wo die sportliche Reise letztlich hingehen wird, kann man wohl erst nach zehn Spieltagen sagen. Die Mannschaft hat viel Talent und Potential. Man muss ihnen eine Eingewöhnungszeit zugestehen. Wir denken, dass der Klassenerhalt auf jeden Fall realisiert werden wird.

 
NordKick Redaktion (11.08.2022)

Die FSG Saxonia beim Warm Up in Dänischenhagen

Saxonia verliert unglücklich in Dänischenhagen

Zum Saisonauftakt musste das Team von Trainer Ralf Bargmann, das auch an diesem ersten Spieltag wieder zahlreiche Ausfälle kompensieren musste, zum MTV Dänischenhagen, die in der letzten Saison in der Verbandsliga Nord-Ost den dritten Platz belegten. Aufgrund der Fakten ging das Team von Trainer Frank Knocke auch als leichter Favorit in diese Partie. Doch die FSG zeigte von Beginn an wenig Respekt , lief abgestimmt immer wieder den Ballführenden der Gastgeber an und erspielte sich bereits nach vier Minuten die erste gute
Möglichkeit, die Routinier Marcel Petitjean, der wegen der Personalnot wieder mal aushalf, leider knapp vergab. Kurz danach scheiterte Arne Duggen (13.) nach einem Alleingang auch nur ganz knapp. Weitere Chancen bis zur 35. Spielminute folgten. Danach wurden die bis dahin in der Offensive enttäuschenden Gastgeber besser und erspielten sich kurz vor dem Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Johannes-Benedikt Fritze noch drei gute Möglichkeiten, die zum Glück für die FSG nicht zu Torerfolgen führten. Nach Wiederanpfiff kam die FSG gegen den Wind zunächst wieder besser ins Spiel und machte in den ersten sechs Minuten viel Druck, ehe die Gastgeber dann beim ersten richtigen Angriff durch eine Unachtsamkeit in der FSG- Defensive überraschend mit 1:0 (52.) in Führung gingen. Dabei hatte Schiedsrichter Fritze nicht gesehen, dass der Ball beim Abwehrversuch von Patrick Mester die Linie überschritten hatte. Aber der Linienrichter hob sofort die Fahne und nach kurzer Rücksprache zeigte der Schiri dann auf die Mitte. Jubel bei den Gastgebern, Betroffenheit bei der FSG. Danach versuchte die FSG wieder ins Spiel zurückzufinden, doch leider fehlte die Passgenauigkeit im Spiel nach vorne, so dass fast jeder Ball, die meisten davon auch noch halbhoch gespielt, in die gegnerische Hälfte beim Gegner landete. Nach einem schönen Spielzug über die linke Seite vergab Elias Laizer leider den möglichen Ausgleich (74.). Weitere Angriffsversuche der FSG und auch der Gastgeber blieben ohne Erfolg. Erst in der letzten Minute der Nachspielzeit gelang den Gastgebern gegen die aufgerückte FSG-Defensive mit einem schnellen Konter noch das 2:0 (90. + 5). Dazu Trainer Ralf Bargmann: „ Wir hätten in der ersten Halbzeit in Führung gehen können und haben dann leider auch nach dem unglücklichen Gegentor den möglichen Ausgleich durch Elias verpasst. Trotzdem bin ich stolz auf die Leistung meiner Mannschaft, denn sie hat sich kämpferisch gut verkauft und gut dagegen gehalten, auch wenn in der Offensive spielerisch noch Luft nach
oben ist. Wir dürfen jetzt nicht jammern, sondern müssen alle gemeinsam weiterarbeiten und gleichzeitig hoffen, dass sich die personelle Situation bald verbessert“.
Fazit: Eine unglückliche Niederlage für die FSG zum Saisonauftakt. Auch wenn es in der Offensive noch nicht so geklappt hat, wäre ein Unentschieden nicht unverdient gewesen, wenn nicht das „Ping-Pong-Tor“ gefallen wäre.

Bericht und Fotos: Lothar Rath, TSV-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (08.08.2022)

Patrick Mierse (hier auf dem Boden liegend) war mit legalen Mitteln kaum zu bremsen

Viel Herz und Leidenschaft bei Dobersdorf gegen Wik

Als neutraler Zuschauer ist ein Heimspiel der SG Dobersdorf/Probsteierhagen immer ein Erlebnis. Die Anlage mit dem engen Platz und dem direkt daneben liegenden Vereinsheim hat einfach Charme und verspricht immer eine gute Stimmung. Im ersten Punktspiel der Saison gastierte mit dem Wiker SV eines der vermeintlichen Top-Teams der Verbandsliga Ost. Obwohl der WSV wie immer taktisch gut organisiert in die Partie ging, gehörten die Highlights der ersten halben Stunde den Platzherren. Nach einem Eckball konnte Patrick Mierse (10.) den Ball relativ freistehend nicht im Tor unterbringen. Wenige Minuten später war das anders. Nach einem Querpass drückte Mierse (22.) den Ball per Grätsche über die Torlinie, doch das Schiedsrichtergespann erkannte diesen vermeintlich regulären Treffer wegen angeblichen Foulspieles gegen den Wiker Schlussmann Justin Sörensen nicht an. Fünf Minuten später durften die Dobersdorfer dann erneut jubeln und dieses Mal hatte auch der Schiedsrichter nichts dagegen einzuwenden. Tim Schümann (27.) wurde alleine auf die Reise geschickt und schob zum 1:0 abgeklärt ein. In der folgenden Trinkpause versammelte WSV Coach Dannie Osterhoff seine Mannen um sich und gab ihnen neue Anweisungen. Diese sollten sich prompt auszahlen. Zuerst zirkelte Steven Weber (39.) den Ball knapp am Torwinkel vorbei und anschließend brannte es nach zwei gefährlichen Otto-Ecken im Dobersdorfer Strafraum lichterloh. In der Schlussminute der ersten Halbzeit wurde die vielbeinige und kopfballstarke Abwehr der SG dann doch noch überwunden. Nach einem feinen Steckpass von Bennet von Roennen, überwand der schlaksige Mittelstürmer Andre Wittern den Keeper Sebastian Ruehr unhaltbar zum 1:1 Pausenstand. Die erste Hälfte war Werbung für den Amateursport, denn beide Teams ließen ihr Herz auf dem Platz. Allen voran muss man den 37-jährigen Patrick Mierse herausheben. Es ist ein Genuss diesem Mann zuzusehen und echt bewundernswert wie fit er aus seiner langen Verletzung der letzten Saison zurück gekehrt ist.
Der zweite Abschnitt begann ebenfalls sehr verheißungsvoll. Der Dobersdorfer Sven Thorge Wienand (49.) tauchte einschlussbereit im gegnerischen Strafraum auf, doch traf den Ball nicht richtig. Im direkten Gegenzug vergab der auffällige von Roennen einen Hundertprozenter aus zwölf Metern Torentfernung auf der anderen Seite. Die nächsten zwei Höhepunkte hatte die Heimmannschaft. Ein abgefälschter Schuss von Kjell Gonda (58.) verfehlte sein Ziel nur knapp und auch Spielertrainer Bastian Matthies (60.) schlenzte die Kugel knapp drüber. Nun war die Wik wieder an der Reihe. Nico Otto (66.) prüfte Ruehr per Linksschuss und von Roennen (79.) traf den Ball per Volley nicht perfekt, sonst wäre er eventuell nicht nur knapp links am Gehäuse vorbei gesegelt. Am Ende blieb es beim leistungsgerechten 1:1, welches bei den Dobersdorfern kräftig bejubelt wurde und auf Wiker Seite eher neutral zur Kenntnis genommen wurde. Vielen Dank an alle Beteiligten für diese muntere Partie.

NordKick Redaktion (07.08.2022)

einziger Torschütze des Tages: Paul Kraatz

Knapper Derbysieg Schönkirchens gegen starke PSG

In der Verbandsliga Ost kam es direkt am ersten Spieltag zu einem spannenden Derby zwischen der TSG Concordia Schönkirchen und der Probsteier SG 2012. Die leider nur 85 Zuschauer sahen einen munteren Kick, bei dem beide Mannschaften ihre Highlights hatten und durchaus einiges an Tempo und Dramatik geboten wurde.
Die Gäste begannen eindrucksvoll und versuchten die Jacobsen-Elf direkt am Strafraum zu pressen. Dies sorgte durchaus für Verwirrung wurde aber nicht mit großen Torchancen belohnt. Aber auch die TSG konnte keine nennenswerten Höhepunkte in der Anfangsphase für sich verbuchen, weil beide Defensivreihen eine nahezu fehlerlose Partie absolvierten. Erst nach einer guten halben Stunde boten sich etwas mehr Räume für die Schönkirchener, doch Azem Mehanovic (40.) fand per Alleingang in PSG-Keeper Jordan Aleksander von Viktor seinen Meister und Thorge Salke (42.) verpasste eine Puls-Ecke im Fünf-Meter-Raum nur knapp. Auch die Gäste (44.) hatten vor der Pause die Führung auf dem Fuß, doch TSG-Schlussmann Tobias Krabbe war auf dem Posten.
Nach dem Seitenwechsel war etwas weniger Tempo auf dem Platz und beide Mannschaften hatten Mühe zu klaren Möglichkeiten zu kommen, da beide Teams sehr konzentriert in der Abwehrarbeit agierten und wenig zuließen. Als sich so langsam schon ein 0:0 Endstand abzeichnete, gewann die Partie noch einmal an Dramatik. Nach Querpass im Strafraum, hätte Jano Göllner (70.) aus drei Metern zum 0:1 für die Gäste einschieben müssen, doch ein wahnsinniger Blitzreflex von Torwart Tobias Krabbe rettete der TSG „den Arsch“. Noch bitterer für die zur Vorsaison stark verbesserten Gäste, dass Youngster Paul Kraatz (72.) nur wenig später mit einem Tunnel gegen von Viktor für das goldene Tor des Tages sorgte. Die TSG verpasste es in der Folge bei unkonzentrierten Kontern den Sack zu zu machen und so hatte auch die PSG in der Schlussphase noch die Chance auf den Ausgleich, doch es blieb beim knappen 1:0 Auftaktsieg der Concorden.

NordKick Redaktion (07.08.2022)

Marc Zeller bejubelt sein 1:0

Plön-Torgarant Palle Jespersen konnte sich gegen den VfB nur selten durchsetzen

VfB verpasst die Überraschung gegen Plön um eine Minute

“Wir sind kein typischer Aufsteiger”, brachte VfB Co-Trainer Tim Spirgatis die Dinge auf den Punkt. Dennoch war die Rollenverteilung auf dem Platz klar. Der VfB Kiel stellte sich gegen den Ball mit zehn Mann in die eigene Hälfte und ließ lediglich den quirligen Neuzugang Alexander Borchert in der gegnerischen Hälfte für ein bisschen Unruhe sorgen. Der ersatzgeschwächte  Aufstiegsaspirant TSV Plön, bei dem Trainer Danilo Blank auf fünf Stammkräfte verzichten musste, tat sich im Spielaufbau schwer gegen diesen tief stehenden Kontrahenten. Die Ballzirkulation in den eigenen Reihen dauerte zu lange, um die Kieler ins Laufen zu bringen. So fand man nur selten Lücken im VfB-Verbund. Zudem schienen die Plöner großen Respekt vor den schnellen Konterspielern der Platzherren zu haben und trauten sich kaum mal ins Risiko zu gehen. Die ersten 45 Minuten vergingen bis auf eine Großchance von Borchert (40.) ohne nennenswerte Möglichkeiten. Auch im zweiten Abschnitt brauchte der Favorit seine Eingewöhnungszeit, doch dann hatten die Gäste eine starke Viertelstunde, in der Heiner Boeck (55.), Palle Jespersen (58.) und Sören Balk (60.) ihr Team hätten in Führung bringen können, doch sie scheiterten am aufmerksamen und starken VfB Schlussmann Bent Kalbhenn. Und wie es im Fussball dann oft so üblich ist, wenn die eine Mannschaft seine Chancen nicht nutzt, dann trifft die andere. So auch hier: Nach einem Konter war Kapitän und Spielmacher Marc Zeller (65.) zur Stelle und traf zur viel umjubelten Führung für den Aufsteiger vor knapp 175 Zuschauern im weiten Rund des Stadions an der Waldwiese. Die Plöner wirkten nun etwas geschockt und der VfB hatte kleinere Chancen das Resultat auszubauen. In der Schlussphase ließ sich die Liebal-Elf mit schwindenden Kräften immer tiefer in die eigene Hälfte drängen und der TSV kam doch noch durch seinen Leader Sören Balk (89.) zum späten aber leistungsgerechten Ausgleich. “Am Ende haben wir hier heute eigentlich zwei Punkte verloren, aber vorm Spiel wäre ich natürlich mit einem Unentschieden zufrieden gewesen”, lobte ein glücklicher Tim Spirgatis die Teamleitung seiner Schützlinge. Auf der anderen Seite gab es eher verärgerte Gesichter zu sehen: “Wir müssen unsere Chancen einfach machen”, so ein sichtlich angefressener Daniel Blank. “Für uns geht’s jetzt erst einmal darum eine Mannschaft zu finden”, haderte Blank mit den vielen Absagen seiner Akteure vor der Partie.

NordKick Redaktion (06.08.2022)

Der spielende Obmann Frederik Glowatzka

Wiker SV ist der Geheimfavorit

Bei unserer Vorstellung der Mannschaften für die nächste Saison landen wir nun erneut in der Verbandsliga Ost. Dieses Mal ist der Geheimfavorit Wiker SV an der Reihe. Diese Mannschaft spielte in der vergangenen Spielzeit eine super Rückrunde und war nur aufgrund des Verletzungspechs zu Saisonbeginn nicht höher platziert. Den Wikern gelang sogar das Kunststück Meister Preetz auf dem Auberg zu bezwingen. Die Truppe von Trainer Danny Osterhoff zeichnet sich vor allem durch eine lehrbuchartige Taktik aus und eine sehr disziplinierte Umsetzung der Vorgaben. Obwohl der WSV schon über einen qualitativ guten Kader verfügte, konnte man sich mit Rückkehrer Steven Weber (FC Tarp-Oeversee), Justus Bayer (KMTV A-Jugend), Spielmacher Calvin Hocke (Rot-Schwarz Kiel), Lukas Koch (vereinslos), Talent Niklas Raith (TSV Kropp) und Serhiy Hryvniak (KS Orzel Loznica) noch einmal verstärken. „Wir haben bereits letzte Saison (nach schwierigem Saisonstart) bewiesen, dass wir in der Lage sind jede Mannschaft in der Liga zu schlagen. Der Kader ist zum größten Teil zusammengeblieben und nach dem vierten Platz in der vergangenen Saison ist das Ziel „Bestätigung mit Verbesserung“ klar definiert und wir werden alles daran setzen in die Spitzengruppe aufzurücken“, gibt der spielenden Fußballobmann Frederik Glowatzka das Ziel „Top 3“ vor, mit dem Hinweis, dass die Mannschaft sich spielerisch und taktisch noch steigern kann. „Unsere Mannschaft definiert sich seit Jahren über geschlossene Teamleistungen“, so Glowatzka. Dennoch sieht er in Torwart Justin Sörensen, „Leader und Arbeitstier“ Philip Süß, Jonas Kessler und dem Taktgeber und Spielgestalter Bennet von Rönnen wichtige Säulen im taktischen Verbund. „Wir habe letzte Saison zu viele Torchancen ausgelassen“, legt der Obmann den Finger in die Wunde, aber die Truppe ist inzwischen „eine eingespielte und erfahrene Einheit geworden, so dass sie diese Saison noch einmal stärker sein wird als in der letzten Saison“,  glaubt der ehemalige Schiedsrichter. Glowatzka rechnet mit einer spannenden Saison: „Die Tatsache, dass es bis zu vier Absteiger geben kann, wird dazu führen, dass alle Teams lange in der Saison alles reinschmeißen werden und nichts abschenken.“ Außerdem erfreut er sich an einer Vergrößerung der Staffel auf 14 Mannschaften und ist dabei sehr gespannt auf die vielen neuen Teams in der Liga. Während er den TSV Plön und RSK als Top Favoriten einschätzt, glaubt „Freddy“, dass der TSV Selent, die Probsteier SG und der Dobersdorfer SV es schwer haben werden. Besondere Freude empfindet der großgewachsene Vollblutfußballer beim Gedanken an die Derbys mit dem TSV Altenholz 2, dem VfB Kiel und dem MTV Dänischenhagen. Die Kadergröße scheint optimal zu sein: „Aktuell begrüßen wir 24 Spieler im Kader und können nahezu lückenlos behaupten jede Position qualitativ doppelt besetzen zu können. Der Kampf um die Startpositionen ist bei vollständiger Anwesenheit des Kaders groß.“ Die Spielphilosophie dürfte sich zur Vorsaison kaum verändert haben: „Wir werden versuchen attraktiven Offensivfußball zu spielen und uns vor keinem Gegner verstecken“, prophezeit der Familienvater.

NordKick Prognose: Der Wiker SV geht mit viel Selbstvertrauen in die Saison und das zu recht. Auch NordKick glaubt, dass der WSV sich vor dem TSV Plön und der SSG Rot-Schwarz Kiel nicht verstecken braucht und somit als Geheimfavorit in die neue Spielzeit startet.

NordKick Redaktion (23.07.2022)

Meister der Kreisliga Kiel – VfB Kiel

VfB Kiel will erst einmal in der Liga ankommen

Heute stellen wir euch einen Neuling in der Verbandsliga Ost vor. Der VfB Kiel konnte sich also haushoher Favorit souverän in der Kreisliga Kiel als Meister durchsetzen und ist somit verdient in die Verbandsliga aufgestiegen. Doch die Kieler sind kein typischer Aufsteiger. Sie bringen einen Kader mit, der von Spielern gespickt ist, die schon Erfahrungen in der Verbandsliga, Landesliga und sogar Oberliga sammeln durften. Allen voran sei hier Marc Zeller genannt, der auch schon für den TSV Klausdorf und den FC Kilia Kiel auf Torejagd ging und mit seinen 30 Treffern maßgeblichen Anteil am Erfolg des VfB in der letzten Saison hatte. “Wir haben eine gute Mischung aus älteren und jüngeren Spielern im Kader”, beschreibt Trainer Matthias Liebal, der auch schon bei NordKick – das Quartett zu Gast war, seinen guten Mix im Team.
Mit Alexander Borchert (SVE Comet 2) und Yannik Imm (TSV Klausdorf) kommen zwei frische Offensivkräfte an die Waldwiese. Der zweikampfstarke und ballsichere Simon Martin (TSV Großsolt-Freienwill) hingegen soll der Defensive Stabilität verleihen. Auf der Torwartposition wurde der VfB gleich doppelt aktiv: Bent Kalbhenn (SSG Rot-Schwarz Kiel) und Daniel Quoos (Wiker SV) bilden das neue Torhüter-Duo. Der Dauerbrenner Kevin Hopp wird weiterhin der Kapitän der Mannschaft bleiben. “In der ersten Saison wollen wir erst einmal in der neuen Liga ankommen und mit dem Abstieg nichts zu tun haben”, zeigt sich Liebal bescheiden. Die absolute Stärke seiner Truppe sieht er vor allem in der Eingespieltheit: “Wir spielen jetzt schon einige Zeit mit dem Kader zusammen und haben uns mit den neuen Spielern so verstärkt, dass wir eine gute Voraussetzung geschaffen haben, um weiterhin guten Fußball zu spielen.” Liebal glaubt, dass sich seine Mannschaft vor allem im Ausdauerbereich und im taktischen Verhalten steigern muss. Außerdem “müssen wir im Abschluss deutlich effizienter werden”, mahnt der VfB-Coach an. Bei seinem 26-köpfigen Kader sieht er allen Grund für einen interessanten, internen Konkurrenzkampf.
Seine Aufstiegsfavoriten sind ganz klar die SSG Rot-Schwarz Kiel und er TSV Plön. “Ich freue mich besonders auf die Zusammenarbeit mit meiner Mannschaft, meinem Trainerteam, dem Verein im allgemeinen und mit unseren Fans”, so Liebal.

NordKick Prognose: Vieles wird beim VfB von dem Saisonstart abhängen. Wenn die Mannschaft erst einmal ins Laufen kommt, wird es schwer den VfB zu stoppen. Sollte ein guter Start gelingen, ist dem VfB ein Platz unter den Top 6 zuzutrauen. 

NordKick Redaktion (20.07.2022)

Trainer Ole Jacobsen vor seiner “geilen Einheit”

Arvid Christoph bleibt Kapitän in Schönkirchen

Schönkirchen will den nächsten Schritt machen

Ich versuche meine Tätigkeit als Trainer der TSG und die Aufgabe als NordKick Reporter komplett voneinander zu trennen. Um also meinen ganzen Kollegen (speziell denen, die mir in der kommenden Saison auch als Gegner gegenüber stehen) zu zeigen, dass dieses auch der Wahrheit entspricht, werde ich dieselben Fragen, die viele von mir bekommen haben, natürlich auch selbst so offen und ehrlich wie möglich beantworten. Dennoch verzichte ich in diesem Fall darauf nun in der dritten Person ein Interview mit mir selbst zu führen, sondern erzähle aus meiner persönlichen Sicht:
Die TSG Concordia Schönkirchen läutet in der Spielzeit 2022/2023 den zweiten step ihres Dreijahresplanes ein. Schon beim Amtsantritt vor der letzte Saison habe ich deutlich meine Ziele formuliert: In der ersten Saison ging es für uns ausschließlich um die Entwicklung junger Spieler ohne dabei eine Platzierung zu formulieren. Wir wollten lediglich mit dem Abstieg so wenig wie möglich zu tun haben, was uns auch sehr gut gelungen ist. Wir sind in diesem ersten Jahr zu einer echten Einheit geworden. Mannschaft, Verein und Trainerteam (inklusive dem 20-jähigen Ligaobmann Justus Hamer) haben sehr eng zusammengearbeitet und eine tolle Vertrauensbasis geschaffen. Mein Co-Trainer Andre Hübner und ich haben dieser tollen Truppe zu verdanken, dass wir den Spaß am Fußball wieder gefunden haben. Die Mannschaft hat unsere Philosophie vom Fußball und unsere Tipps im regelmäßigen Trainingsbetrieb aufgesaugt wie ein Schwamm. Nicht umsonst hat die Hälfte des Kaders nach der Saison Angebote von höherklassigen Vereinen bekommen, doch die meisten blieben standhaft. Dennoch werden wir vor allem die beiden Angreifer Fynn Krahl (TSV Klausdorf) und Melih Cerrah (Preetzer TSV) vermissen, die perfekt in unser Angriffsspiel gepasst haben und somit eine große Lücke hinterlassen werden. Aber auch Niklas Heyne (TSV Klausdorf) passte als 18-jähriger Innenverteidiger genau in unser Konzept.
In der Rückrunde mussten wir mit einem 16-köpfigen Kader (darunter drei Torspieler) aufgrund von Verletzungspech noch enger zusammen rücken. Die wenigen Spieler waren unfassbar zuverlässig und haben durch eine tolle Eingespieltheit uns zu einer Heimmacht werden lassen. Durch diese ganzen Verletzungen waren wir nun gezwungen neue Kräfte ran zu holen, um auch in der Breite wieder stärker zu werden. Wir konnten mit Rene Puls (Holsatia Kiel), Haris Osmanovic und Lennard Reinke (beide Probsteier SG), Mats Vogler (Suchsdorfer SV), Jan-Philipp Schindler (TSV Auetal/Niedersachsen), Ahmet Kayali, Halil Karakya, Terrence Dorring, Yasin Özcan und Berat Güven (alle fünf von Inter Türkspor Kiel), sowie Felix Block, Mohammad Hussein und Robin Scholz (alle eigenen A-Jugend) ganze 13 neue Spieler für unseren Ligakader gewinnen. Im Winter war bereits Paul Kraatz nach einem halben Jahr Abwesenheit zur TSG zurück gekommen. Durch diese Transfers sind wir vor allem in Abwehr- und Mittelfeldbereich nochmal stärker geworden als in der letzten Saison. Die Herausforderung wird sein mit den Neu-Stürmern Halil Karakya und Terrence Dorring, sowie dem Youngster Paul Kraatz die Lücke in der Spitze zu schließen, die Cerrah und Krahl hinterlassen haben. Auch in step two unseres Dreijahresplanes werden wir unserer Linie treu bleiben und stets auf dem Platz nach spielerischen Lösungen suchen und dabei so offensiv und attraktiv wie möglich zu spielen. Uns ist erst einmal die Spielfreude auf dem Platz wichtiger, als das eigentliche Resultat auf der Anzeigetafel, dennoch würden wir uns freuen unserer starke letztjährige Platzierung (Platz 6) mindestens bestätigen zu können, obwohl die Liga um zwei Teams auf 14 angewachsen ist und durch den TSV Selent, VfB Kiel, MTV Dänischenhagen, Altenholz 2 und den TSV Stein nochmal ausgeglichener und spannender geworden ist. Zu den Top-Favoriten zähle ich nicht nur die SSG Rot-Schwarz Kiel und den TSV Plön, sondern auch den Wiker SV, der eine überragenden Rückrunde gespielt hat und nur durch Verletzungspech in der Hinrunde so wenige Punkte einfahren konnte.
Bei uns ist und bleibt Arvid Christoph der unangefochtene Kapitän. Neben ihm werden natürlich auch Azem Mehanovic und der noch pausierende Aaron Laydorff wichtige Säulen im Mannschatfsgefüge bleiben. Zudem werden die Neuzugänge Haris Osmanovic, Mats Vogler und Jan-Philipp Schindler sicherlich tragende Rollen spielen können. Die weitere Hierachie wird sich im Laufe der Zeit ergeben.
Wir müssen in dieser Saison eine bessere Kontersicherung als in der vergangen Spielzeit haben, denn 51 Gegentore waren sicherlich zu viele. Besonders freue ich mich auf unsere Heimspiele und die Vergleiche mit Rot-Schwarz Kiel und dem VfB Kiel, da ich dort auf viele ehemalige Weggefährten treffen werde. Am meisten gespannt bin ich allerdings auf die Weiterentwicklung des eigenen Kaders und ob wir es schaffen in einer neuen mentalen Situation weiterhin so eine geile Einheit zu bleiben und so viel Freude miteinander zu haben, denn das war zuletzt wirklich einzigartig.

NordKick Redaktion (18.07.2022)

TSV Stein-Coach Karsten Tolle

TSV Stein - der etwas andere Ansatz

Der TSV Stein geht nach seinem Abstieg aus der Landesliga mit einem sehr eigenwilligen aber dennoch unheimlich interessanten Grundsatz in die neue Verbandsliga-Saison. Hier stehen die Gemeinschaft und der Spaß absolut an erster Stelle. „In allererster Linie verbringen wir auf und neben dem Platz gerne Zeit miteinander – umso besser, wenn wir dabei sportlich erfolgreich sind“, freut sich Coach Karsten Tolle auf tolle Erlebnisse mit seinen Jungs. Tolle bekommt dabei einen neuen Partner ins Trainerteam. Jan Borchert wird Kristof Schneider beerben, der aus privaten Gründen „nur“ noch als Spieler zur Verfügung stehen wird. „Trotz unserer eher entspannten Herangehensweise sind wir ehrgeizig, glauben an unsere fußballerischen Qualitäten und trauen uns zu, eine gute Rolle in der Liga zu spielen“, zeigt sich Tolle optimistisch für die neue Liga. Ganz oben auf dem Zettel hat er, wie so viele, die SSG Rot-Schwarz Kiel. Dennoch glaubt der TSV-Coach, dass auch andere Teams wie beispielsweise Plön, Flintbek, die Wik oder Schönkirchen in einer ausgeglichenen Liga eine gewichtige Rolle spielen könnten. Trotz des Abstieges konnte der TSV Stein auf dem Transfermarkt acht Mal zuschlagen. Durch die Zugänge von Chris Kasten, Marián Marr, Jan Renner, Luca Znaniewicz (alle VfL Schwartbuck), Wanja Schischkoff, Fabian Stührk (beide SC Fortuna Wellsee), Leon Bludau (Inter Türkspor Kiel III) und Fabian Hoppe (Probsteier SG) haben die Trainer nun 27 Spieler zur Verfügung und stehen vor einer, im Gegensatz zur letzten Saison, sehr komfortablen Situation. „Wir freuen uns darüber, dank der Neuzugänge personell flexibler zu sein als bisher“, beschreibt Tolle die neu gewonnene Ausgangslage. „Wir sind sehr gespannt auf viele Duelle mit altbekannten Gegnern aus der Region“, freut sich der Trainer auf packende Derbys mit hoffentlich vielen Zuschauern. Dem Trainerteam wird Patrick Wirbel als Co-Trainer assistieren.

NordKick Prognose: Der TSV Stein ist eine große Unbekannte. In der letzten Saison stand man dicht vor dem Abgrund und hat durch die vielen neuen Spieler noch einmal die Kurve bekommen. Ein Platz im gesicherten Mittelfeld mit leichtem Blick nach oben sollte möglich sein. Spaß und Geschlossenheit wird die Truppe aber auf jeden Fall vermitteln.

NordKick Redaktion (15.07.2022)

Mats Böckmann (re.) verteidigt den Ball gegen Finn Logemann (li.)

Der Torjäger der abgelaufenen Verbandsliga-Saison: Palle Jespersen

Der TSV Plön will RSK von Beginn an jagen

Heute stellen wir euch den ersten Verbandsligisten für die nächste Spielzeit vor. Es ist direkt einer der Top-Favoriten für die kommende Spielzeit – der TSV Plön.
In der abgelaufenen Serie mischten die “Blues” fast bis zum Ende ganz oben mit, aber aufgrund der vielen Nachholspiele binnen kürzester Zeit ging ihnen etwas die Luft aus. Das soll dieses Jahr nicht wieder passieren. “Wir haben mehr Tiefe in den Kader bekommen. Mit 26 Spielern, darunter einige Talente aus der A-Jugend, umfasst der Kader eine gute Größe. Da ist mächtig Druck auf dem Kessel, denn alle wollen spielen”, weiß der spielende Fußballobmann Mats Böckmann zu berichten. Böckmann bedauert allerdings besonders den Abgang von Jan Henningsen, der ein Auslandssemester abhalten wird. “Er wird eine riesen Lücke Hinterlassen”, trauert Böckmann seinem ehemaligen Weggefährten nach. Zudem wechselt Stürmer Nico Kocks zu Eutin 08. Aber auch der TSV war auf dem Transfermarkt aktiv und konnte vor allem mit Moritz Kleemann (kommt aus Dersau) einen starken und flexiblen Offensivspieler verpflichten. Neben ihm wechseln auch Sherko Ali Mohamed (Malente) und Philipp Haye (VfB Lübeck B-Jugend) ans Schiffsthal Stadion. Mit Mohamed kehrt damit ein verlorener Sohn zurück an alte Wirkungsstätte. Er soll vor allem die linke Seite und die Offensive mit seinen starken 1-gegen-1 Dribblings beleben. Haye hingegen fühlt sich in der Viererkette zu Hause und soll die nächste Dekade prägen. Als aktueller Landesauswahlspieler bekommt er schon mit 17 Jahren das Spielrecht für den Herrenbereich.
Durch die Verstärkung des Kaders in der Breite, sieht sich der TSV Plön besser ausgestellt als in der abgelaufenen Saison. “Wir müssen effektiver vor dem Tor sein, besser hinten rausspielen und hoffen, dass alle zu den richtigen Zeiten fit sind und nicht im Urlaub weilen”, mahnt Führungsspieler Böckmann dennoch an, der dabei vor allem seine Leistungsträger Palle Jespersen, Sören Balk, Thilo Schmidt, Timo Falk und Janis Christopher Otte in der Pflicht sieht. Vor allem auf den Torschützen vom Dienst Palle Jespersen dürfte es dabei ankommen, der letzte Saison mit 21 Treffern die Liga aufgemischt hat und zumeist auf deutlich höherem Niveau unterwegs war, als man es sonst in der Verbandsliga erwarten durfte.
Neben dem haushohen Favoriten Rot-Schwarz Kiel, sieht Mats Böckmann gute Karten für den MTV Dänischenhagen, den TSV Flintbek und die TSG Concordia Schönkirchen. “Auch dem VfB Kiel trauen wir die Rolle der Überraschungsmannschaft zu”, nennt Böckmann den Kieler Aufsteiger als Geheimtipp. Sich selbst ordnet der TSV aber auch unter den Top 3 Teams der Liga ein. “Wir werden Rot-Schwarz Kiel von Beginn an unter Druck setzen”, haut der sympathische Verteidiger direkt selbstbewusst als Kampfansatze raus und untermauert das, was viele neutrale Zuschauer sich eh schon denken, dass Plön und RSK nach dem Aufstieg vom Vorjahresmeister Preetzer TSV nun ihre Chance wittern. “Wir werden diese Saison einen besseren Plan haben hinter raus zu spielen”, verrät Böckmann dabei das Hauptaugenmerk der Vorbereitung.
Der Kapitän der “Blues” ist und bleibt Sören Balk. “Er ist ein toller Führungsspieler und bei uns absolut gesetzt”, schwärmt Mats für seinen Leader. Vor allem auf die Freitagabend-Spiele und auf neue Gegner wie Dänischenhagen, Selent, Stein und den VfB Kiel freuen sich die Plöner besonders.

NordKick Prognose: Wenn Palle Jespersen fit bleibt, wird er den Unterschied ausmachen. Das angegebene Saisonziel Top 3 ist absolut realistisch und wird erreicht werden. Wir glauben, dass der TSV diese Saison den Sprung in die Landesliga schaffen will und dann die Verjüngung des Kaders forcieren wird.

NordKick Redaktion (14.07.2022)

Das Meisterfoto des Preetzer TSV

Preetzer TSV wird vorzeitig Meister der Verbandsliga Ost

Am vorletzten Spieltag hat der Preetzer TSV mit einem 8:0 über den Tabellenletzten VfR Laboe den Sack endgültig zu gemacht. Die Mannen von Andreas Möller werden vorzeitig verdient Meister der Verbandsliga Ost und steigen somit in die Landesliga auf. Herzlichen Glückwunsch an den spielstarken Preetzer TSV, der sich damit im Meisterkampf klar gegen den TSV Plön und die SSG Rot-Schwarz Kiel behaupten konnte. 

NordKick Redaktion (19.05.2022), Bild und Video Andreas Möller (Preetzer TSV)

Freudentanz in blau auf Video

Last-Minute-Punkt für den ASV Dersau

Von Beginn an dominierte im Wankendorfer Jahnstadion die Heimelf, die heute durch die berufsbedingte Abwesenheit von Trainer Ralf Hartmann von dem noch verletzten Bastian Heinrich an der Seitenlinie gecoacht wurde, gegen verhalten beginnende Gäste aus Dersau. Während die Gelb-Blauen zunächst nur auf Konter setzten, erspielten sich die Saxonen gleich in den ersten Minuten zwei gute Möglichkeiten durch Jonas Griese (4.) per Kopf und Dominik Schiffer (5.), die das von Simon Ehrk gehütete Dersauer Gehäuse nur knapp verfehlten. Weiter offensiv Druck machend gelang es der FSG jedoch nicht, ihre spielerische Überlegenheit in zählbare Erfolge umzumünzen. Wie es bessere geht, zeigten dann die „Keiler“ aus Dersau. Nach einem schnellen Konter über rechts drang Stefan Uhl in den FSG-Strafraum ein und wurde dort von Marcel Petitjean von den Beinen geholt. Schiedsrichterin Lis Pirotton zeigte sofort auf den Punkt. Diese Chance ließ sich der Gefoulte und Dersauer Toptorschütze zugleich, Stefan Uhl, nicht nehmen, schickte FSG-Keeper Hahne in die falsche Ecke und es hieß 0:1 (24.). Mit der Führung im Rücken kamen die Mannen von Trainer Carsten Baumann besser ins Spiel, während sich die FSG geschockt von dem unerwarteten Rückstand in der Offensive kaum noch nennenswerte Chancen erspielte. Dafür gab es aber im FSG-Strafraum einige Szenen, die von beiden Teams auf dem Feld und auch an der Seitenlinie unterschiedlich beurteilt wurden. Zum Glück für die FSG gab es aber keinen weiteren Elfmeterpfiff und somit auch bis zur Pause kein weiteres Gegentor. So ging es mit einem knappen 0:1-Rückstand in die Pause.

In der Pause muss es wohl ein wenig lauter in der FSG-Kabine geworden sein, denn plötzlich übernahmen die Hausherren wieder die Spielkontrolle. Sofort nach Wiederanpfiff setzten sie die Dersauer unter Druck und wollten unbedingt den schnellen Ausgleich. In der 56. Minute dann ein Super-Spielzug: Youngster Tim Wedemeyer tankte auf der linken Angriffsseite durch, spielte gekonnt zwei Dersauer Spieler aus und bediente mit Auge per Rückpass von der Torauslinie den in der Mitte mit aufgerückten und freistehenden Marcel Petitjean, der keine Mühe hatte, den Ball zum 1:1-Ausgleich im Dersauer Gehäuse zu versenken. Geht doch, Männer!

In der Folge machte die FSG weiter Druck, doch weitere Tore wollten trotz guter und klarer Möglichkeiten (67./73./77./78./80.) bis zur 87. Minute leider nicht fallen. Da ersprintete sich Rasmus Faber auf der rechten Seite in Höhe der Mittellinie kurz vor dem Aus den Ball und setzte den rechts mitlaufenden Kai Dose in Szene, der auf den in der Mitte freistehenden Andre Bolz passte. Andre ließ sich die Chance diesmal nicht nehmen, verlud Simon Ehrk und schob den Ball in die rechte untere Ecke zur 2:1-Führung. War es das schon?

Nein, leider nicht, denn in der vierminütigen Nachspielzeit dann ein Foulspiel von Tim Wedemeyer auf der linken Seite in der FSG-Hälfte ca. 25 Meter vom FSG-Tor entfernt. Damit verbunden dann auch eine Rangelei, die die Schiedsrichterin einmal mit „Rot“ für den Dersauer Lion Darius Boll und mit „Gelb“ für Tim Wedemeyer ahndete. Den anschließenden Freistoß, bei dem der ansonsten in der zweiten Halbzeit arbeitslose FSG-Keeper Hahne leider zu spät reagierte, verwandelte Stefen Uhl an Freund und Feind vorbei flach ins lange Eck zum mehr als glücklichen 2:2-Ausgleich für sein Team, denn gleich danach beendete Frau Pirotton die Partie. Freude auf der einen Gästeseite über den späten Punkt sowie Frust und lange Gesichter bei der FSG.

Bis auf die schwachen 25 Minuten in der ersten Halbzeit bestimmten die Saxonen die Begegnung und erspielten sich auch einige gute Chancen, die sie leider nicht verwehrten konnten. Und wenn man im Abschluss kein Glück hat, kommt dann bei dem vermeidbaren Ausgleichstreffer leider auch noch Pech dazu. So konnten sie leider nur einen Punkt statt der erhofften drei einfahren.

Bericht: Lothar Rath (TSVPresse und Öffentlichkeitsarbeit 12.05.22)

Magere Kost zwischen Plön und Laboe

Am Dienstagabend empfing der Tabellenzweite Plön zu einem der vielen Nachholspiele der letzten zwei Spieltagswochen das Schlusslicht aus Laboe. Klare Vorzeichen also sollte man meinen. Allerdings traten die Männer von der Ostseeküste mit dem Ziel an, Plön das Leben so richtig schwer zu machen. Zu Beginn schien das Spiel doch wie erwartet in die Plöner Richtung zu laufen, denn bereits in der 2. Spielminute erzielte N. Kocks durch einen über rechts schön herausgespielten Angriff das 1:0 nach Vorarbeit von Joneleit. Im Anschluss daran verlor Plön jedoch völlig den Faden, wurde in seinen Aktionen fahrig und ungenau. Dies ließ Laboe besser ins Spiel kommen und das Spielgeschehen größtenteils von ihrem eigenen Tor fernhalten. Das Heimteam versuchte sich permanent durch die tiefstehende Abwehr aus Laboe durch zu kombinieren, ohne dabei entscheidend vors Tor zu gelangen. Aufgrund dessen erspielten sich beide Mannschaften bis zum Pausenpfiff bis auf wenige Ausnahmen für Plön kaum klare Torgelegenheiten. Nach einem schön gespielten Pass von Kocks in die Tiefe auf Joneleit brauchte dieser den Ball nur noch vorbei am Keeper ins Tor zu schieben, zeigte dabei aber Abschlussschwäche und beförderte den Ball aus wenigen Metern über das Tor (42.). Das Hätte das 2:0 sein müssen und damit schon die Vorentscheidung. So ging es mit einem dünnen 1:0 in die Pause. In der zweiten Halbzeit blieb das Spiel zerfahren auf beiden Seiten. Plön tat sich sichtlich schwer dabei, Möglichkeiten herauszuspielen. Es waren immer wieder gute Ansätze dabei, doch meist fehlte im Strafraum der letzte Pass oder die Präzision im Abschluss. Laboe dagegen operierte ausschließlich mit langen Bällen und strahlte damit nur selten Gefahr aus und hatte deshalb nur eine nennenswerte Großchance, die Fischer beherzt vereitelte, indem er aus dem Strafraum stürmte und den Ball blockte. Somit bestand immer die Gefahr, dass Laboe mit einem Treffer hier alles auf den Kopf stellen könnte, weshalb bis zum Schluss eine konzentrierte Leistung gefordert war. In der 86. Minute machte Grandt schlussendlich den Deckel drauf, indem er einen Steckpass von Henningsen aus kürzester Distanz ins kurze Eck vollendete. Somit steht am Ende ein mühsam erarbeiteter, aber verdienter Sieg für Plön zubuche. Für die kommende Aufgabe in Schönkirchen muss allerdings eine Schippe drauf gelegt werden, wenn man den Anschluss an die Spitze halten will.

Eike Boeck (TSV Plön 11.05.2022)

TSV Plön attakiert den SHFV scharf

NordKick veröffentlicht eine Presseerklärung des TSV Plön:

WIR WERFEN VOR!

Lieber SHFV,

wir verstehen, dass die Gesundheit des Sportlers in diesen schwierigen Zeiten geschützt werden muss. Wir werfen jedoch vor, dass das System, nach dem Spiele abgesagt werden können, willkürlich ist. Wir erläutern: Verein A sagt ein Spiel ab, weil es Corona Fälle in der Mannschaft gibt. Niemand überprüft, ob es wirklich so ist, oder lediglich der Zeugwart aus der dritten Mannschaft betroffen ist. Oder vielleicht fehlen lediglich drei Stammspieler, weil sie das Wochenende auf Mallorca verbringen, oder schlicht weg normal verletzt sind. Uns ist bewusst, dass es bürokratischer Aufwand ist, wenn Vereine bestätigte PCR-Tests an den SHFV senden müssen und erst ab einer bestimmten Anzahl eine Absage möglich ist. Jedoch läuft es genauso beim Handball.

Wir werfen vor, dass diese Regelung getroffen wurde, weil sie auf dem Papier gut aussieht, Sportler vermeintlich schützt (dazu gleich eine Erläuterung) und einfach zu handhaben ist. Es drängt sich das Gefühl auf, dass der Club der alten Männer in den Kreisverbänden gegen Neuheiten und Aufwand Widerstand leistet. Zu der Erläuterung des Vorwurfs, dass der Schutz der Spieler nicht im Vordergrund steht:

Wir werfen vor, dass die Saison nicht verlängert wird. Gründe gibt es dafür keine stichhaltigen. Wir erläutern am Beispiel der Liga Mannschaft des TSV Plön: Im März hatten wir zehn bestätigte Corona-Fälle an einem Samstagmorgen. Freitagabend waren es derer sieben und wir wollten trotz dessen am nächsten Tag gegen Laboe spielen. Denn wir wissen Vereine bereiten sich auf Heimspiele vor, kaufen Wurst, Getränke etc. und Menschen organisieren, dass sie zum Spiel kommen. Samstag hatten wir dann keine elf Spieler mehr und mussten leider absagen. Das folgende Spiel gegen RSK wurde dann auch abgesagt, da nicht sicher gestellt war, dass wir genug Spieler haben und in welchem Zustand sie aus der Erkrankung hervorgehen. Die Spiele wurden neu angesetzt und es kamen englischen Wochen Anfang Mai und um Ostern auf uns zu. Soweit so gut. Dann kam es zu Corona-Ausbrüchen bei Gegnern. Wobei hier auch einmal genauer hingeschaut werden muss: Donnerstagabend sollte ein Heimspiel stattfinden  und wurde aufgrund von Corona und Spielermangel abgesagt. Absolut legitim, eigentlich. Beim Rückspiel, vier Tage später, waren 18 Spieler im Kader. Wir lassen das so stehen. Nach der nach unseren Informationen berechtigten und nachvollziehbaren Absage eines anderen Gegners Ende März gab es einen Nachholtermin im April. Am Dienstag sollten wir auswärts antreten, am Donnerstag gab es bereits die Absage. Hier werfen wir ebenfalls vor, dass dies mit Corona wenig zu tun hatte, sondern vielmehr damit, dass der Stammtorhüter wegen einer Verletzung fehlte bzw. der ein oder andere Leistungsträger aus terminlichen Gründen nicht vor Ort weilte. Daraus resultierte die letztmögliche englische Woche in unserem Spielplan.

Deshalb werfen wir hier vor, dass die Gesundheit unserer Spieler nicht geschützt wird. Bei einem Blick auf den Spielplan wird deutlich, dass eine Regenerationszeit so viel zu kurz ist. Nach der heutigen Absage des TSV Flintbek sind es keine englischen Wochen mehr. ES IST EINE TORTUR. Die Spieltermine: 10.5. Laboe 19Uhr, 13.5. Schönkirchen 19Uhr, 17.5. Dersau 19Uhr, 19.5. Flintbek 19:30 Uhr, 21.5. Preetz 14Uhr. Wie soll das ohne Verletzung funktionieren?

Wir werfen vor, dass das Wettbewerbsverzerrung ist, denn wir sehen unsere Chancen auf den Aufstieg, durch diesen Spielplan, stark beeinträchtigt. Im Vergleich dazu der Spielplan von Preetz: 10.5. RSK 19Uhr, 14.5. Dersau 15Uhr, 18.5. Laboe 19Uhr, 21.5. Plön 14Uhr.  Uns ist bewusst, dass das auch ein hartes Programm ist. Dennoch sehen wir, dass diese Konstellation eine erhöhte Verletzungsgefahr birgt. Wir können nicht 41 Stunden nach dem Spiel gegen Flintbek die mögliche Meisterschaft in Preetz ausfechten. Das ist einfach gesundheitsgefährdend und daher fordern wir eine Anpassung des SHFV. Wir fordern eine Verlegung des Flintbekspiels auf nach dem 21.5. Für die Gesundheit und für einen ausgeglichenen Wettbewerb. Wir schlagen daher vor, dass gegebenenfalls eine Spielwertung zu unseren Gunsten erfolgt, falls es zu weiteren Ausfällen kommen sollte. Siehe Spielordnung des Bayrischen Fußballverbands.

Hochachtungsvoll,

die Fußballabteilung des TSV Plön (11.05.2022)

Tim Gürntke war der beste Mann auf dem Platz

RSK Coach Benjamin Szodruch hatte viel Redebedarf

Palle Jespersen war erneut nicht zu halten

Plön zeigte sich im Strafraum gieriger als RSK

Der TSV Plön hat sein schwieriges Auswärtsspiel bei der SSG Rot-Schwarz Kiel mit 2:3 (0:2) gewonnen und bleibt somit dem Preetzer TSV auf den Fersen. Die Meimersdorfer, die mit den vermeintlich stärksten Einzelspielern der Liga in die Saison gegangen sind, liegen somit sieben Punkte hinter den Plönern auf Platz drei und können ihre Träume vom Aufstieg nun endgültig begraben. “Für uns geht es jetzt nur noch um Entwicklung”, blickt RSK-Co-Trainer Alexander von Randow auf den Rest der Saison. Die Plöner hingegen müssen weiterhin auf mindestens einen Ausrutscher der Preetzer hoffen, um am letzten Spieltag der Verbandsliga Ost ein echtes Endspiel um die Meisterschaft gegen den PTSV haben zu können. Dabei ruhen die Hoffnungen des TSV wiederum auf den Rot-Schwarzen, die noch eine Partie gegen den Ligaprimus offen haben.
Aber nun erst einmal zu dieser Partie, die schon nach sieben Minuten eine Vorentscheidung gefunden hatte. Rot-Schwarz nahm von Beginn an das Heft des Handelns in die Hand, doch die Blank-Schützlinge konterten und zeigten sich in Form von Christoph Schimming (2.) und Palle Jespersen (7.) eiskalt im Abschluss und gingen früh vorentscheidend mit 0:2 in Front. Fortan entwickelte sich eine einseitige erste Halbzeit, in der die Platzherren aus Meimersdorf ordentlich Dampf machten eine Angriffswelle nach der anderen fuhren. Sie pressten hoch und bei Plön regierte der Leitsatz “hoch und weit bringt Sicherheit”. “Der Platz war sehr holprig und durch die frühe Führung waren wir nicht genötigt hinten raus spielen zu müssen. Also haben wir die sichere Variante gewählt”, so Innenverteidiger und Fußballobmann Mats Böckmann über die vielen langen Bälle seiner Hintermannschaft. Während Danilo Blank an der Seitenlinie tobte und immer wieder mehr Sicherheit seiner Akteure am Ball einforderte, haderte sein Gegenüben Benjamin Szodruch immer wieder mit den Entscheidungen des Schiedsrichters in Puncto Abseitsregel und Vorteilsauslegung bei Fouls. Seine Mannschaft machte es bis zum gegnerischen Strafraum sehr ordentlich, doch in der Box präsentierte sich RSK zu harmlos. Zudem liefen die Angreifer ein ums andere Mal unnötig ins Abseits und schmissen so gute Torchanchen leichtfertig weg. Gefährlich wurde es vor allem immer wieder, wenn Tim Gürntke über die rechte Seite den Turbo zündete. Doch Gürntke (51.), der beste Spieler auf dem Feld, konnte seine Leistung erst im zweiten Abschnitt mit dem Treffer zum 1:2 krönen. In diesem Fall hatte er das Glück des Tüchtigen, als seine vermeintliche Flanke sich ins lange Eck senkte. In der Folge zeigten sich die Rot-Schwarzen weiterhin optisch überlegen, aber die Partie wurde nun immer häufiger durch Nicklichkeiten unterbrochen, was den Spielfluss nicht gerade förderte. RSK hatte weiterhin Möglichkeiten, um den verdienten Ausgleich zu erzielen, doch nach einem langen Ball, konnte der Torjäger vom Dienst Palle Jespersen (75.) RSK-Keeper Marcel Büttner, der im Niemandsland stand, zum 1:3 überlupfen. Der Drops war nun gelutscht und die Heimelf stellte ihre Bemühungen merklich zurück, kam dann aber in der Nachspielzeit durch Leon Lembke (90.+5) noch zum 2:3 Anschlusstreffer. “Nach dem 1:3 haben wir nichts mehr anbrennen lassen und alles gut weg verteidigt”, freute sich Böckmann über den wichtigen Dreier. “Eigentlich haben wir ein gutes Spiel gemacht, aber Plön war einfach gieriger im Strafraum”, fasste von Randow die Partie knackig und treffend zusammen.

NordKick Redaktion (05.05.2022)